[[sagen:graessepreussenii279-25|<<< vorherige Seite]] | **[[capitel:sagenbuchpreussenniederlausitz|Sagenbuch des Preußischen Staates - Schlesien und die Niederlausitz]]** | [[sagen:graessepreussenii279-27|nächste Seite >>>]] ====== Rübezahl agiret einen hurtigen Fuhrmann ====== [[wesen:ruebezahl|Rübenzahl]] kommt mit einem Wagen und sechs Pferden, als ein Land-Kutscher, nach [[geo:hirschbergriesengebirge|Hirschberg]], losiret in dem besten Wirths-Hause, worinnen ein reicher Herr losiret, der gewartet, biß er möchte Gelegenheit bekommen, nach [[geo:Prag]] zu verreisen. Wie nun Rübenzahl mit zu Tische sitzet, fraget ihn jetzt gedachter Herr, wo er in Willens wäre hinzufahren? Worauf er geantwortet: Nach Prag. Welches dem Herrn sehr lieb gewesen, hat mit ihm umb das Fuhrlohn gedinget, auch bald früh des andern Tages sich auf den Wagen gesetzet, und fortgefahren. Wie es nun zum Abend kommen, meinte der gute Herr, er würde bald zu Prag seyn, aber er ist betrogen worden, und bey [[geo:Rom]] in [[land:Italien]] sich befunden. Da er ist gezwungen worden, so weit ihm sein Geld gereichet, wieder mit der Post in [[land:Deutschland]] zu ziehen, den übrigen Weg aber biß nach Prag sich mit Betteln zu bringen. //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 2, Glogau 1868/71// ---- {{tag>sagen graesse sagenbuchpreussen2 rübezahl riesengebirge hirschbergriesengebirge wirtshaus fuhrmann prag reise rom v2}}