[[sagen:graessepreussen433|<<< vorherige Seite]] | **[[capitel:sagenbuchpreussenHarz|Sagenbuch des Preußischen Staates - Harz]]** | [[sagen:graessepreussen435|nächste Seite >>>]] ====== Die blinden Hessen ====== S. Thüringen und der Harz Bd. VI. S. 35. Einst soll die Stadt [[geo:Mühlhausenthueringen|Mühlhausen]] schwer von dem Hessenvolke bedrängt und belagert worden sein. Schon waren die meisten Vertheidiger der Stadt gefangen, todt oder verwundet und der nächste Sturm mußte die Belagerer in den Besitz derselben bringen. Da gab die Noth den Mühlhäusern einen klugen Gedanken ein. Im Dunkel der Nacht wurden die Mauern der Stadt mit hölzernen Pfählen oder Pflöcken bewehrt und die Pflöcke gleich lebendigen Söldnern geschmückt und gerüstet. Aber zwischen diesen hölzernen Soldaten bewegten sich hin und wieder lebendige Krieger und drohten spottend hinab in das Lager der Feinde. Als nun bei anbrechendem Morgen die staunenden [[land:Hessen]] die neuen Rüstungen und die zahlreichen Streiter und Vertheidiger der Mauern gewahrten, da verzweifelten sie an ihrem Siege und zogen kleinmüthig von dannen. Davon sollen sie den Namen der dummen oder blinden Hessen bekommen haben. //Quellen:// * //[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 371-372;// ---- {{tag>sagen graesse sagenbuchpreussen1 thueringen Mühlhausenthueringen hessenvolk belagerung ursprung spottname v2}}