[[sagen:ehw118| <<< zurück ]] | **[[capitel:ehw-5|Kapitel 5: Von Freimaurern und Zigeunern]]** | [[sagen:ehw121| weiter >>> ]] ====== Der Feuerbann von Neuendorf ====== R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933 Nach [[geo:Neuendorf]] kamen einstmals [[volk:Zigeuner]]. Die wurden sonst überall sehr verfolgt. In Neuendorf behandelte man sie aber gut. Zum Danke sprach einer von ihnen beim Abschied über das Dorf den [[ding:feuersegen|Feuerbann]] aus. Vorher hatten sie um das Dorf mit einem Pfluge eine Furche gezogen und bis zu dieser Furche ging die Wirksamkeit des Bannes. Niemand, so sagten sie, darf aber mit einem Eggenzinken die Bannlinie durchschneiden. Sonst wird die Zauberkraft aufgehoben. Und die Bauern befolgten den Rat ganz genau und brachten ihre Eggen nur mit dem Wagen oder dem Eggenschlitten auf das Feld. So blieb das Dorf vor Feuer bewahrt bis 1891. Nur 1841 brannte die vor dem Dorfe stehende Windmühle ab. Aber nach 1891 mußte der Bann wohl durchbrochen worden sein. In diesem Jahre gingen viele Häuser bei einem großen Brande verloren. //Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]// ---- {{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}}