[[sagen:ehw099| <<< zurück ]] | **[[capitel:ehw-4|Kapitel 4: Sagen der Lausitz – Kreuze]]** | [[sagen:ehw101| weiter >>> ]] ====== Das Kreuz mit dem Mühlrade bei Öhna ====== Karl Haupt, Sagenbuch der Lausitz, Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1862, Teil 2, Nr. 219 Ganz nahe bei dem romantischen Felsentale von [[geo:oehna|Öhna]] in der Nähe von [[geo:bautzen|Bautzen]], am Abhange eines Berges, der sich nach dem [[region:spree|Spreetale]] absenkt, ist ein steinernes [[ding:suehnekreuz|Kreuz]] mit einem eingegrabenen Mühlrade. Die Sage erzählt: Im nahen Spreetale lebten einst zwei Müller, von welchen der eine einen Sohn hatte, der außerordentlich stark war. Einst saßen beide und zechten. Halb berauscht gingen sie eine Wette ein, nach welcher der starke Müllerssohn einen Sack Getreide von der Mühle aus den Berg in die Höhe tragen sollte, so weit, bis er die Turmspitzen von Budissin sehen könnte. Ob nun gleich der andere Müller trüglicherweise noch einen schweren Stein heimlich in den Sack gesteckt hatte, so trug der starke Müllerssohn den Sack gar rüstig den Berg in die Höhe. Noch drei Schritte, und er sah die Türme von Bautzen. Siehe, da schnitt der andere mit seinem Messer das Band entzwei, das seine Hosen zusammenhielt. Sie fuhren herab, der Jüngling stürzte und brach den Hals. //Quelle:// * //Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]// ---- {{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}}