[[sagen:ehw092| <<< zurück ]] | **[[capitel:ehw-4|Kapitel 4: Sagen der Lausitz – Kreuze]]** | [[sagen:ehw094| weiter >>> ]] ====== Die drei Kreuze ====== Gräve, Heinrich Gottlob - Volkssagen und volksthümliche Denkmale aus der Lausitz. 1839, S.103-104 Vor dem Königsbrücker Thore an der St. Jodoci (gewöhnlich St. Just genannt) Kirche, sieht man in der Gegend des Thurmes, linker Hand drei [[ding:suehnekreuz|Kreuze]], von welchen die Sage meldet: Ein wohlhabendes Bauernmädchen aus [[geo:Lückersdorf]] habe einem Schmiedeburschen aus Brauna die Ehe versprochen, sey aber wankelmüthig geworden und habe einem jungen Gärtner aus [[geo:Liebenau]] ihr Herz und Hand gereicht, worüber der frühere Geliebte in solche Wuth gerathen, daß er Beiden den Tod geschworen. Da er nun Beiden zugleich nicht beizukommen vermochte, sey der Trauungstag der Verlobten zur Ausführung dieser blutigen That von ihm bestimmt worden, wo er ihnen in dem linker Hand daselbst befindlichen Gäßchen auflauert. Als sie nun nach vollendeter Trauung zum Mahle bei des Burschens Vater nach Liebenau gehen wollen, sey er plötzlich, mit einem breiten Messer bewaffnet, hervorgesprungen, habe erst die Getraute, dann ihn und endlich sich selbst - ohne das Jemand zu Hilfe habe eilen können - niedergestochen, worauf sie denn alle Drei auf dem Platze, wo sie gefallen, begraben und zum Gedächtniß diese drei Steine aufgerichtet worden. //Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]// ---- {{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}}