[[sagen:ehw026| <<< zurück ]] | **[[capitel:ehw-1|Kapitel 1: Allerlei Spuk aus der Lausitz]]** | [[sagen:ehw028| weiter >>> ]] ====== Sagen um Waldow ====== R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933 Wer vom Dorfe über die Brücke über den Kobel-(Kowel)graben nach der neuen Schanze zu geht, dem begegnet um Mitternacht ein [[wesen:schwarzerhund|schwarzer Hund]], der den Wanderer ein Stück Weges begleitet. Da wo heute die Tagelöhnerhäuser stehen, zeigten sich früher die Hellrippen, Männer aus Totengebein. Am Dittchenberge auf dem Ackerstücke, das man Kapelle nennt, zeigen sich die Dittchen oder [[wesen:luttchen|Lüttchen]]. Das sind kleine Leute. In der Zeit von zwölf bis zwei im Sommer darf man dort auf den Ackerstücken nicht einschlafen. Sonst tun einem die Dittchen ein Leid an. Von der Kapelle ging in alten Zeiten ein unterirdischer Gang bis zur Burg Utzen bei [[geo:golssen|Golßen]]. Im Schloße zu [[geo:waldowbrand|Waldow]] erschien mittags ein junges hübsches Mädchen, daß dann nach dem Kuhstall ging und den Mägden zurief: “Rotes Band und Spitzenschuh, das bringt euch nach der Hölle zu“. Dann verschwand es wieder. Hinter Denschels Garten zeigte sich lange Zeit ein [[wesen:irrlicht|Irrlicht]]. Man sagte, daß da ein verlorener Mensch nach seiner Seele sucht. Viele Leute erzählten in früherer Zeit, daß über den Pfarrgarten ein [[wesen:drache|Drache]] geflogen sei, der einen glühenden Schweif gehabt habe. Auf dem Grenzwege zwischen Waldow und [[geo:Rietzneuendorf]] liegt ein [[volk:zigeuner|Zigeunerweib]] begraben. Wer um Mitternacht dort vorbei kommt, sieht Lichter um die Stelle tanzen. //Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]// ---- {{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}}