====== Die Römermännchen ====== In uralten Zeiten, als die Stadt [[geo:Gression]] noch stand, wurde in der Gegend viel geschürft; man grub besonders nach Blei-, Eisen- und Kupfererzen. Das größte Bleibergwerk war im Schieferling zwischen [[geo:Gressenich]] und [[geo:Diepenlinchen]]. Viele sagen, diese Gruben seien zur Römerzeit in Betrieb gewesen, andere meinen, es müsse noch viel früher, schon vor der Sündflut gewesen sein. Denn das Bergwerk im Schieferling lag bis zu den vierziger Jahren des vorigen Jahrhundert tief unter angeschwemmtem Sande begraben, und darunter kamen Schlacken zum Vorschein, die noch viel Metall enthielten, und man hat sie in [[geo:stolbergrhld|Stolberg]] sogar noch einmal verschmolzen. Außerdem hat man da im Sande auch "Rüster aus Eisen", alte Schmelzöfen, gefunden; es waren kleine Handöfen, die mit Holzkohle geheizt wurden. In den Bergwerken arbeiteten ganz kleine Menschen, es sollen [[volk:Römer]] gewesen sein, wie die alten Leute sagen; denn früher nannte man Menschen von ungewöhnlich kleinem Wuchs [[wesen:Römermännchen]]. In einer anderen Sage heißt es, es wären Tataren gewesen (damit sind [[volk:Zigeuner]] gemeint), doch werden sie auch [[wesen:Heinzelmännchen]] genannt. Sie waren außerordentlich geschickt in der Arbeit, und der ganze Boden war ausgehöhlt durch Gänge und Gewölbe. Durch den großen Erzreichtum soll die Stadt Gression auch zugrunde gegangen sein, der Reichtum hatte die Leute zu Übermut und Völlerei verführt. Es kam die Sündflut oder, nach anderer Sage, fremdes Kriegsvolk, zerstörte die Bergwerke und rottete die Bergleute aus. //Quelle: Heimatblätter 1936; [[http://www.werner-olbertz.de/7.html|www.werner-olbertz.de]]// ---- {{tag>sagen internet gression gressenich römer römermännchen zigeuner bergwerk diepenlinchen erz heinzelmännchen flut v2}}