[[sagen:deutschemaerchenundsagen474|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:deutschemaerchenundsagen|Deutsche Märchen und Sagen]]** | [[sagen:deutschemaerchenundsagen476|nächste Sage >>>]] ====== Groote Pier ====== Petri Thaboritae kronyk van Friesland ausgezogen in dem Archief voor vaderlandsche geschiedenis door H. W. C. A. Visscher en H. Amersfoordt. Stuck II. p. 262. S. A. Gubbema verhaal van de stadt Leeuwarden, 1701. p. 344. Nachdem um 1519 dem großen Peter (groote Pier) der Anschlag auf Emmerick mißglückt war, hatte er an dem Ufer des Rheins, den er wieder überschiffte, eine sonderbare Erscheinung. Es wohnte nämlich in der Zeit zu Sneek ein Tagelohner, der war nicht wohl bei Sinnen und oft stach man den Drachen mit ihm (hielt man ihn zum Narren); gewöhnlich nannte man ihn den Grafen von Nichlenborg. Während Peter mit den Seinen auf dem gemeldeten Zuge war, wurde der Graf in Sneek todtgeschlagen. Als Peter nun Morgens gegen Anbruch des Tages über den Rhein gesetzt hatte oder doch übersehen wollte, trat der Graf ihm entgegen. Peter faßte ihn bei der Hand und sprach: " Nun Graf, seit ihr auch da? Wo wollet ihr hin? " Darauf antwortete der Andere: "Zu meinem Herrn." Auch ein Anderer, Namens Sybren Hertmans nahm den Grafen bei der Hand. Als sie aber nach Hause kamen, wunderten sie sich sehr ob der Nachricht, der Graf sei todt und sie erschraken nicht wenig. Groote Pier sah ein, daß er ein Vorbote seines Todes gewesen und starb auch noch im selben Jahre. Sybren Hertmans wurde im Jahre darauf vor Hassel todtgeschossen. //Quellen:// * //[[autor:johanneswilhelmwolf|Johannes Wilhelm Wolf]], [[buch:deutschemaerchenundsagen|Deutsche Märchen und Sagen]], Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845// ---- {{tag>sagen johanneswilhelmwolf deutschemaerchenundsagen v0}}