[[sagen:deutschemaerchenundsagen467|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:deutschemaerchenundsagen|Deutsche Märchen und Sagen]]** | [[sagen:deutschemaerchenundsagen469|nächste Sage >>>]] ====== Die wilde Jagd zu Annaberg ====== Neue Sammlung merkwürdiger Geschichten. S. 361. Anno 1626 ritt Junker Rudolf von Schmerzing, Erbsaß auf dem Hammergut Förßel halbtrunken von [[geo:Annaberg]] ganz allein, und vermeinte, den geraden Weg über [[geo:Schlettau]] auf die Scheidenbergischen Mühlen durch die Unter - Scheibner Räume zu nehmen. Es verführte ihn aber eine Jagd von Jägergeschrei und Hundegebell, welchem er nachritt, und verfiel mit seinem Pferde in einen Morast, darinnen das Pferd halb versunken stecken blieb. Er würckte sich gefährlich los, lief auf die benachbarten Fuhrwerke, kleidete sich aus und ließ Leute auftreiben, die das Pferd mit Stangen und Seilen aus dem Moraste ziehen und gewinnen mußten. Dieses ist auch begegnet einem alten Priester, der von [[geo:oberwiesenthal|Wiesenthal]] sehr frühe durch den Wald nach Annaberg zu gereiset, da sich mitten im Walde ein ungemein großes Jägergetone erhoben, um welche Zeit doch kein Arbeiter noch Jäger auf dem Walde zu finden gewesen. Der Fuhrmann besann sich bald darauf und sagte: Herr, es ist das wüthende Heer, wir wollen im Namen Gottes fahren, er kann uns nicht schaden. //Quellen:// * //[[autor:johanneswilhelmwolf|Johannes Wilhelm Wolf]], [[buch:deutschemaerchenundsagen|Deutsche Märchen und Sagen]], Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845// ---- {{tag>sagen johanneswilhelmwolf deutschemaerchenundsagen erzgebirge 1626 annaberg wildejagd schlettau oberwiesenthal moor wütendesheer v2}}