[[sagen:deutschemaerchenundsagen448|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:deutschemaerchenundsagen|Deutsche Märchen und Sagen]]** | [[sagen:deutschemaerchenundsagen450|nächste Sage >>>]] ====== Teufelspredigt und Engelspredigt ====== G. Schwab, Wanderungen durch Schwaben S. 217. Vgl. Grimm No. 190. Auf der Teufelskanzel oberhalb Gernsbach predigte einst der Fürst der Hölle vor zahlreichen Zuhörern, bis ein Engel vom Himmel gesandt ward, auf dem entgegengesekten Berge bei Eberstein seine Kanzel zu errichten und die Menschen mit himmlischer Beredtsamkeit auf den guten Weg zu leiten. Das verdroß den Satan, er tobte in sieben Felsenkammern des Hochgebirges oberhalb Loffenau, wie ein Erdbeben, spielte mit den ungeheuern Blöcken Ball, baute in der Nähe der Wolken die Teufelsmuhle, legte sich, ermüdet von der Arbeit, so schwer in ein Felsenbett nieder, daß seine Gestalt noch ausgedrückt in dem Gestein mit Pferdehuf und Schweife sichtbar ist; er stampfte, rasselte, tobte in seiner Mühle, so oft der Engel dräben predigte. Von der Herrenwiese sah Gott der Vater dem Unwesen zu und schleuderte den gefallenen Engel in seine eigene Teufelsmühle hinab, so gewaltig, daß auf dem Hochgebirge der Fußtritt des Stürzenden (?) noch sichtbar ist. //Quellen:// * //[[autor:johanneswilhelmwolf|Johannes Wilhelm Wolf]], [[buch:deutschemaerchenundsagen|Deutsche Märchen und Sagen]], Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845// ---- {{tag>sagen johanneswilhelmwolf deutschemaerchenundsagen Teufelskanzel v0}}