[[sagen:bergmaennischesagen001|<<< zurück]] | **[[buch:bergmaennischesagen|Sammlung bergmännischer Sagen]]** | [[sagen:bergmaennischesagen003|weiter >>>]] ====== Freiberg ====== Zu den Zeiten des Markgrafen [[vip:ottoderreiche|Otto von Meißen]], im Jahre 1171, hat man angefangen, Silbererze in der Nähe von [[geo:Nossen]] zu hauen, und zwar zunächst bei dem Dorf Loßnitz und Christiansdorf. Dieser Ort ist nach Erbauung einer Stadt »Freyberg« oder »das freie Bergwerk« genannt worden. Die Sachsen, die von [[geo:Zellerfeld]] dahin gezogen sind, haben das Bergwerk zuerst gebaut. Alss nämlich einmal Fuhrleute von [[geo:Zellerfeld]] und Wildemann Blei nach [[region:Böhmen]] führten, wurden sie bei [[geo:Freiberg]] in einem [[lex:Wagengleis]] eines schönen Glanzes gewahr, welchen das Wasser entblößt hatte. Und weil es dem [[region:harz|Harzer]] Erz nicht unähnlich war, nahmen sie etliche Stufen mit sich in die Heimat. Bei der Probe erwiesen sich dieselben als silber- und bleihaltig und zogen deshalb viele Bergleute von Zellerfeld und [[geo:Goslar]] in jene Gegend, wo sie schürften, Bergwerke anlegten und bald reiche Ausbeute gewannen. //Quelle: [[autor:wrubel|Friedrich Wrubel]], [[buch:bergmaennischesagen|Sammlung bergmännischer Sagen]] , 1883// ---- {{tag>sagen wrubel bergmaennischesagen bergbau bergwerk erzgebirge freiberg 1171 silber nossen zellerfeld ottoderreiche wagengleis v2}}