[[sagen:3._die_weisse_gestalt|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:sagenprovinzsachsen|Sagen aus der Provinz Sachsen]]** | [[sagen:5._das_huehnenschwert|nächste Sage >>>]] ====== Das Hühnenbett ====== Nicht weit von [[geo:Zerbst]] liegt das Dorf [[geo:gehrdenzerbst|Gehren]] und etwa zehn Minuten von dem Dorf entfernt befindet sich ein grosses Hühnenbett. Das Hühnenbett soll folgendem Vorgang seinen Ursprung verdanken. Als die [[volk:sorben|Wenden]] noch in jener Gegend lebten, kam einmal ein [[wesen:Riese]] oder Hühne dorthin. Derselbe war stärker als die Wenden und wollte diese zwingen, ihm zu dienen. Da fielen die Wenden über ihn her und schlugen den Riesen oder Hühnen tot. Zum Andenken daran haben dann die Wenden an dem Orte, wo dies geschehen ist, das grosse Steinmal errichtet. Man erzählt auch, dass der Riese oder Hühne viel Kostbarkeiten gehabt habe, welche die Wenden dem Toten mit in das Grab gegeben hätten. Nun habe man einst nach diesen Kostbarkeiten gegraben, aber schon in der nächsten Nacht soll der Riese oder Hühne im Dorfe umgegangen sein und gespukt haben. Seit dieser Zeit wagt niemand mehr an der Stelle nachzugraben und die Ruhe des Toten zu stören. //Quelle: Autor: [[autor:veckenstedt|Edmund Veckenstedt]], "[[buch:sagenprovinzsachsen|Sagen aus der Provinz Sachsen]]", Herausgeber: [[autor:veckenstedt|Edmund Veckenstedt]], 1888, Verlag Alfred Dörffel, Leipzig// ---- {{tag>sagen veckenstedt sagenprovinzsachsen gehrdenzerbst riese bett sorben erschlagen schatz spuk v2}}