[[sagen:252._die_spukende_muellerin|<< Die spukende Müllerin]] | **[[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen]]** | [[sagen:254._die_unzertrennligen_kartenspieler|Die unzertrennligen Kartenspieler >>]] ====== Sehnsucht nach einem Bräutigam ====== Mündlich von Frau Koppe in Guben In [[geo:Seitwann]] war ein Dienstmädchen das wollte gern einen Schatz haben. Da sagten ihr andere Mädchen, sie solle sich ein Tischtuch umhängen und in der [[zeit:silvester|Sylvesternacht]] um 12 Uhr auf den Kreuzweg gehen; dort werde der kommen, der ihr bestimmt sei. Das Dienstmädchen machte das, und da ist denn auch einer gekommen. Doch er muß ihr wohl nicht gefallen haben; denn sie riß vor ihm aus; er aber hinter ihr her. Glücklicherweise kam sie noch bis unter die Traufe eines Hauses; aber die Röcke waren hinten weg gerissen. Ob das Mädchen an dem Schreck gestorben ist, hat die Erzählerin vergessen. //Quelle: [[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreis Guben]], gesammelt und zusammengestellt von [[autor:gander|Karl Gander]], Berlin, Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft, 1894// ---- {{tag>sagen gander volkssagenguben niederlausitz bräutigam seitwann brauch flucht rock traufe aberglaube liebeszauber v2}}