[[sagen:233._hellseherin|<< Hellseherin]] | **[[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen]]** | [[sagen:235._das_nackte_kind|Das nackte Kind >>]] ====== Geister im Schlosse zu Ossig ====== Mündlich von Frl. Therese von Lemmers-Danforth in Guben Im Schlosse zu [[geo:ossigsommerfeld|Ossig]] befindet sich ein unterirdischer Gang, in welchem es spukt. Einmal ist jemand auf einem Pferde heraus geritten gekommen; den [[wesen:reiterohnekopf|Kopf hat er unter dem Arme]] gehabt. Auf dem Boden des Schlosses bemerkte man oft Licht; ging man nachsehen, fand man nichts. Einmal lag ein Herr des Schlosses an der Gicht krank. Da kam in einer Nacht hinter einem Bilde eine Gestalt hervor und ging oben an der Wand um die ganze Stube herum und verschwand wieder hinter dem selben Bilde. Ein Knecht wachte bei dem Herrn. Da fragte dieser den Knecht: "Schläfst du?" "Nein, gnädiger Herr!" "Hast du etwas gesehen?" "Ja!" "Was denn?" Da er zählte der Knecht dasselbe, was der Herr gesehen hatte. //Quelle: [[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreis Guben]], gesammelt und zusammengestellt von [[autor:gander|Karl Gander]], Berlin, Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft, 1894// ---- {{tag>sagen gander volkssagenguben niederlausitz ossigsommerfeld schloss reiterohnekopf geheimgang gicht bild geist v2}}