[[sagen:163._die_versunkene_glocke_von_canig|<< Die versunkene Glocke von Canig]] | **[[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen]]** | [[sagen:165._die_entflohene_glocke_in_niemaschkleba|Die entflohene Glocke in Niemaschkleba >>]] ====== Die Glocke im Netz ====== Mündlich von einer Waschfrau in Guben In [[geo:jähnsdorfcrossen|Jähnsdorf]], Kr. Crossen, hatten sie Glocken aufgehängt, eine kleine und eine große. Die kleine hieß "Anne Marie"; aber die große war noch nicht getauft. Da flog sie fort in einen großen See, der zwischen Jähnsdorf und [[geo:preichow|Preicho]] liegt. Dieser hatte keinen Grund; im Sommer konnten sie darin nicht fischen; aber im Winter fischten sie zu Eise. Dabei bekamen sie einmal etwas Schweres in ihr Netz. Da sagten sie: "Was ist denn das?" Und als sie mit aller Gewalt das Netz herausziehen wollten, zerriß es, und sie hörten im Wasser singen: "Summ, samm, ich komm' nimmermehr an Hand." Da wußten sie es, daß sie die Glocke im Netz gehabt hatten. //Quelle: [[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreis Guben]], gesammelt und zusammengestellt von [[autor:gander|Karl Gander]], Berlin, Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft, 1894// ---- {{tag>sagen gander volkssagenguben niederlausitz jähnsdorfcrossen Preichow fischer see glocke netz v2}}