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| - | ====== Königsbrück ====== | ||
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| - | Die zweite Stadt an der Pulsnitz abwärts ist Königsbrück, | ||
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| - | Urkundlich wird Königsbrück zuerst in der Teilungsurkunde vom Jahre 1268 genannt. Unter ihren ältesten Besitzern findet sich die Familie der Burggrafen von Dohna. Als der Burggraf Christoph von Dohna, der auch Landgraf in der Oberlausitz war, ohne männliche Leibeserben starb, fiel die Herrschaft Königsbrück an den Kaiser Ferdinand I. zurück. Dieser belehnte damit den Burggrafen Kaspar von Dohna, der Königsbrück aber bald wieder an den Freiherrn Christoph von Schellendorf verkaufte, bei dessen Nachfolgern diese Stadt bis 1776 verblieb. Fernere Besitzer waren die Grafen von Rödern und von Friesen, der dänische Geheime Rat Georg, Reichsgraf zu Münster-Meinhövel. Nach dessen Tode wurde im Jahre 1803 die Herrschaft Königsbrück versteigert. Sie kaufte um 246 000 Taler der Graf Joh. Wilh. v. Hohenthal, Kgl. Sächs. Konferenzminister, | ||
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| - | Die Kriegszeiten sind auch an Königsbrück nicht spurlos vorübergegangen. Im Jahre 1429 wurde das Städtchen von den Hussiten rein ausgeplündert und vollständig niedergebrannt. Im 30jährigen Kriege, und zwar im Jahre 1630, wurde Königsbrück abermals ein Raub der Flammen. 1636 waren die Schweden in Königsbrück, | ||
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| - | Ein Schmuck des reizendgelegenen Städtchens ist das stattliche, in geschmackvollem Stile erbaute Schloß, der Stammsitz der Herren der Standesherrschaft Königsbrück, | ||
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| - | Der Teil des Pulsnitztales, | ||
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| - | Die Lage Königsbrücks muß als eine recht anmutige bezeichnet werden. Einen besonderen Schmuck bilden südlich vor der Stadt die in der Nähe des Bahnhofes liegenden Kasernengebäude im Ziegelrohbau. Das Städtchen macht auf den Fremden, der da vom Bahnhofe aus nach der Stadt wandert, einen recht freundlichen, | ||
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| - | Die Straßen des Städtchens sind breit und wohlgepflegt. Viele Häuser kehren noch der Straße den Giebel zu. Dadurch erhält das Stadtinnere mehr ein mittelalterliches Gepräge, wie es an solchen Landstädtchen uns stets so wohlgefällt. Noch im Jahre 1840 ragten von den Häusern da, wo die benachbarten Dächer aneinanderstießen, | ||
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| - | Im Jahre 1490 wurde Königsbrück befestigt, es hat aber nie eigentliche Tore gehabt. Die Stadt hat, wie ehedem, noch heute 5 Gassen. Im Jahre 1837 zählte Königsbrück 226 Häuser mit 1500 Einwohnern. Damals gab es in der Stadt nicht weniger als 70 Schuhmachermeister. Ihre Zahl ist auch heute noch groß. In hoher Blüte steht aber die Töpferei. Das gute Material hierzu findet man in den nahen Tongruben bei Schwepnitz. Das Königsbrücker braune und weiße Topfgeschirr hat einen Weltruf erlangt. Auf fast allen Jahrmärkten Sachsens ist dasselbe vertreten und wird viel begehrt. – In früheren Zeiten trieb ein großer Teil der Königsbrücker Bürger auch Weinbau. Draußen an den Bergabhängen auf der Nordseite der Stadt lagen vordem wohlgepflegte Weinberge. Heute sind selbige aber verfallen und in Acker- und Gartenland umgewandelt worden. – Im Jahre 1837 hatten 76 Häuser der Stadt Braugerechtigkeit. Regen Verkehr brachten Königsbrück die alten Hauptstraßen, | ||
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| - | Zur Zeit des 7-jährigen Krieges lebte in Königsbrück der Pfarrherr Göring. Derselbe war nicht nur ein Gottesgelehrter, | ||
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| - | So bietet Königsbrück des Anziehenden viel und zwar sowohl dem Naturfreunde, | ||
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