text:wasdieheimaterzaehlt109
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| - | ====== Der Heilige Berg bei Bischheim ====== | ||
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| - | Wer mit der Eisenbahn von Dresden aus über Arnsdorf nach Kamenz fährt, berührt auf dieser Fahrt auch die Haltestelle Bischheim, die letzte Station vor Kamenz. Etwas nordöstlich vom Bahnhofe zu Bischheim durchschneidet der Schienenstrang jene Hügelreihe, | ||
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| - | Zu der Zeit, da diese Gegend noch kein christliches Land war, waren die heidnischen Priester dem Volke auch Aerzte. Die damaligen Heiden suchten bei körperlichen Leiden Hilfe bei den Priestern und Priesterinnen. Nachdem das Christentum eingeführt worden war, erkannte das Volk die christlichen Priester ebenfalls zugleich auch als Aerzte mit an. „Obgleich diese christlichen Priester die Heilmittel der Natur nicht kannten, so bestärkten sie doch mit vielem Fleiße den Glauben an ihre Wunder- und Zauberkräfte, | ||
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| - | Diesem Bedürfnisse des Volkes suchte der Bischof von Meißen entgegenzukommen. Er erhob einen Berg bei dem heutigen Gersdorf und Bischheim zu hohen Ehren und nannte ihn den „Heiligen Berg“. Auf diesem errichtete er eine Kapelle und weihte diese der „Heiligen Walpurgis“. Dieselbe war weit umhergezogen in den Landen und hatte gelehret und zu bekehren gesucht. Sie starb im Jahre 778. Nach ihrem Tode setzte man ihr auf vielen Bergen, besonders in der Lausitz, Andenken und errichtete ihr Standbilder und Kapellen. Der 1. Mai war ihr Ehrentag, und es trägt derselbe auch heute noch ihren Namen. | ||
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| - | Der Heilige Berg bei Bischheim kam gar bald zu großem Ansehen. Aus meilenweiter Entfernung wallfahrteten die Leute herbei, um hier oben anzubeten oder Hilfe in ihren körperlichen Leiden zu suchen. Die Kranken, welche nicht gehen konnten, ließen sich herbeitragen, | ||
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| - | Die Genesung der Kranken und Behexten schrieb man der „Heiligen Walpurgis“ zu. Wer von irgend einem Uebel befreit werden wollte, dem konnte nur eine Wallfahrt nach dem Heiligen Berge Hilfe bringen. | ||
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| - | Auf diesem Berge wurde zu Zeiten auch ein mächtiges Feuer angezündet. Man steckte Reißigbündel in Brand und beabsichtigte, | ||
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| - | So stand der Heilige Berg bei Bischheim Jahrhunderte hindurch in der weitesten Umgegend in hohen Ehren. Endlich schuf das Licht des Evangeliums auch hierin Wandel. Nach der Reformation wurden der Wallfahrer alljährlich weniger, und zuletzt blieben sie ganz aus. Die Wallfahrtskapelle auf dem Heiligen Berge bei Bischheim vereinsamte ganz und verfiel sogar mit der Zeit. Heute kann man mit Sicherheit nicht einmal ihren ehemaligen Standort angeben. Nur der Name des Berges erinnert noch an die Vergangenheit. – | ||
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| - | Wie die Sage berichtet, sollen noch heute vom Heiligen Berge aus unterirdische Gänge nach dem Pfarrhause in Gersdorf führen, die allerdings zum Teil verfallen wären. Mit diesen Gängen soll auch die Mönchsmauer in Verbindung gestanden haben. (Vgl. „Die Mönchsmauer!“) | ||
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