text:wasdieheimaterzaehlt074
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| text:wasdieheimaterzaehlt074 [2024/01/18 09:34] – ewusch | text:wasdieheimaterzaehlt074 [2024/01/18 09:49] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | [[sagen: | ||
| - | ====== Der Kapellenberg bei Schmiedefeld ====== | ||
| - | |||
| - | Zwischen Schmiedefeld und Großharthau liegt hart an der Bautzener Landstraße ein Hügel, der Kapellenberg genannt. Fruchttragende Felder ziehen sich in langen Streifen rings hinauf. Oben befindet sich ein Steinbruch, der zum Häuser- und Straßenbau brauchbares Material liefert. Seit 1900 ist auch ein Gerüst aufgestellt, | ||
| - | |||
| - | Der unscheinbare Kapellenberg eröffnet eine Rundsicht, mit der man wohl zufrieden sein kann. Ein gar liebliches und lachendes Landschaftsbild liegt da ringsum ausgebreitet. Man überschaut zunächst in westlicher Richtung das an den Fuß des Berges sich schmiegende Dorf Schmiedefeld, | ||
| - | |||
| - | „Die Sage wandelt sinnend durch’s Land von Ort zu Ort\\ | ||
| - | Und pflanzt in ihrem Garten der Dichtung Blumen fort.\\ | ||
| - | Sie flüstert in Ruinen, sie lauscht am Felsenhang, | ||
| - | In Hainen rauscht ihr Flüstern wie ferner Harfenklang.\\ | ||
| - | Sie schwebt um stolze Burgen, sie weilt beim Halmendach, | ||
| - | Sie thront auf Felsensteinen, | ||
| - | Sie hat sich mit dem Lande so liebendtreu vermählt, | ||
| - | Daß sie fast allerorten von alter Zeit erzählt.“ –\\ | ||
| - | |||
| - | Um das Jahr 1100 breitete sich zwischen [[geo: | ||
| - | |||
| - | Nach Vollendung der neuangelegten Landstraße wurde auf einem dem Dorfe Schmiedefeld nahen Hügel, dem heutigen Kapellenberge, | ||
| - | |||
| - | Nun berichtet auch die Sage über ihn, und diese erzählt uns folgendes: | ||
| - | |||
| - | Im Innern des Kapellenberges ruht ein unermeßlicher Schatz, bestehend aus Gold und Edelsteinen. Derselbe wird von einem graubärtigen Männlein, einem Mönche, wie die Leute sich erzählen, bewacht. Der Schatz ist in einem hohen Gewölbe aufbewahrt, zu dem ein langer und weiter Gang führt. In manchen Nächten ist der Eingang zu diesem unterirdischen Gewölbe am Berge deutlich sichtbar. Wer ihn sieht, dem ist der Weg zum Glücke geöffnet. Von den aufgehäuften Schätzen kann er dann nehmen, soviel er nur will, nur darf der Glückliche kein Wort sprechen, sonst geht ihm das winkende Glück wieder verloren. | ||
| - | |||
| - | Vor Jahren, als noch die Postwagen zwischen Dresden und Bautzen verkehrten und die hellen Klänge des Posthornes in Schmiedefeld gehört wurden, geschah es in einer mondhellen Frühlingsnacht, | ||
| - | |||
| - | Doch, o weh! Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, | ||
| - | |||
| - | //Quelle:// | ||
| - | * // | ||
| - | * // | ||
| - | |||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
text/wasdieheimaterzaehlt074.1705566894.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
