text:wasdieheimaterzaehlt065
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| - | ====== Frühere Dienste einiger Dörfer in der Stolpener Pflege ====== | ||
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| - | Oftmals hört man in unseren Tagen die frühere Zeit als die „gute alte Zeit“ rühmen und preisen. In mancher Beziehung mag ja diese Bezeichnung ihre Berechtigung haben, in vielen Dingen aber durchaus nicht. Wer in den früheren Zeiten forscht, der wird so manches gewißlich nicht wiedersehen wollen. Und wenn man die sogenannte „gute alte Zeit“ etwas näher kennengelernt hat, dann wird man unsere Zeit nicht als die schlechteste bezeichnen können. Sehr schwer fielen den Bewohnern von Dörfern und Städten in jener Zeit die Frondienste, | ||
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| - | 24 Personen dieses Dorfes hatten allen Dünger auf den „Stolpnischen Feldern“ zu breiten, ferner jährlich einen Tag auf den Wilschdorfer Vorwerksfeldern Korn und Hafer zu binden, ebenso „2 [[lex: | ||
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| - | Vor allen Dingen hatten die Bewohner genannter Dörfer bei den kurfürstlichen Jagden zu fronen. Die Fischbacher mußten 2 Wagen mit den nötigen Mannen „auf den Künzelbaß, | ||
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| - | Schlupfwinkel für die zahlreichen Wölfe waren früher in der Stolpener Gegend die waldreiche [[region: | ||
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| - | Groß war der Schaden, den das Wild verursachte. Feld- und Gartenbesitzer waren wahrlich schlimm daran. Die erste Wildschädenvergütung gewährte den Feldbesitzern Kurfürst August der Starke. Diese Vergütung erstreckte sich gewöhnlich auf ganze Gemeinden und bestand in der Erlaubnis, in den Königlichen und Kurfürstlichen Forsten Holz zu lesen, Streu zu rechen, das Vieh darin zu weiden. – | ||
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| - | Die Frondienste erhielten sich mit weniger Abänderung bis in das 19. Jahrhundert. Es gibt noch alte Leute in den Dörfern, welche in ihrer Jugend Frondienste tun mußten. | ||
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