text:wasdieheimaterzaehlt063
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| - | ====== Altstadt bei Stolpen ====== | ||
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| - | In unmittelbarer Nähe Stolpens liegt das Kirchdorf Altstadt. Sein Name lautete in früheren Zeiten Aldestadt, auch Aldinstadt. Der Ort ist ursprünglich eine Stadt und gut befestigt gewesen. Er ist älter als das ehemalige Städtchen Jockrim, das im Jahre 1429 von den Hussiten zerstört und dem Erdboden gleichgemacht wurde. An die Stelle des verwüsteten Städtchens Jockrim trat die heutige Stadt Stolpen. Während Jockrim dem Ansturme der fanatischen Hussiten nicht widerstehen konnte, wies Altstadt mit seinen guten Mauern und tapferen Bürgern die Angriffe der Feinde mit aller Entschiedenheit zurück. Von den ehemaligen Befestigungswerken sind noch deutliche Spuren zu erkennen. Auch den alten Marktplatz kann man deutlich herausfinden. Bei der Erbauung von Häusern ist man wiederholt auf altes Gemäuer gestoßen, das auf die frühere Befestigung Altstadts hinwies. Senff gibt in einer alten Schrift über Stolpen folgende Beschreibung von Altstadt: | ||
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| - | „Das Städtchen hat einen Graben gehabt, davon die Spuren noch übrig sind, Mauern und Quaderstücken, | ||
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| - | Im Jahre 1429 zerstörten die Hussiten auch das der Burg Stolpen nahegelegene Dorf Letzsche, das am südlichen Fuße des Stolpener Schloßberges lag. Die geflüchteten Bewohner wandten sich nach Altstadt und vergrößerten den Ort durch einen neuen Anbau im Tale. Die Grundstücke dieses einstigen Dorfes Letzsche gehören noch jetzt zu Altstadt und führen den Namen „die Letzsche-Felder“. | ||
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| - | Am 1. Januar 1559 ging Altstadt mit der Stadt Stolpen in kurfürstlichen Besitz über, nachdem der Ort gegen 150 Jahre unter bischöflicher Gewalt gewesen war. In Altstadt befand sich zur Zeit der Bischöfe ein Vorwerk, das „Tannenfeld“ genannt. Dasselbe verkaufte und vererbte Bischof Rudolf von der Planitz (1411–1427) zum besten der Altaristen der Sankt Barbarakapelle auf Burg Stolpen. Der Kurfürst Vater August von Sachsen verwandelte das Vorwerk zum Teil in ein Forsthaus. Später kamen einzelne Grundstücke in Privathände, | ||
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| - | Die Reformation wurde in Altstadt im Jahre 1559 eingeführt. Die Kirche zu Altstadt ist sehr alt. Sie war ursprünglich klein und wurde durch einen Anbau erweitert. Im Jahre 1832 erfuhr das Gotteshaus, das ehemals mehrere Altäre besaß, einen zweckentsprechenden und zeitgemäßen Umbau und wurde dadurch licht und geräumig. | ||
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| - | Altstadt wird gewöhnlich eingeteilt in Ober- und Niederaltstadt, | ||
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| - | Die Kriegsstürme sind auch an Altstadt nicht spurlos vorübergegangen. Im Jahre 1813 hatte der Ort zahlreiche Einquartierungen. Beim Abzuge nahmen z. B. die Österreicher alles Vieh mit hinweg. „1866 war Altstadt infolge des 3tägigen Durchmarsches der Elbarmee unter Herwarth von Bittenfeld durch wiederholt geforderte Lieferungen (an einem Tage fünf) von Lebensmitteln entblößt, sodaß man Brot aus Stürza herbeiholen mußte.“ – | ||
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| - | In diesem Jahre traten in Altstadt auch die schwarzen Blattern, die angeblich aus Seeligstadt eingeschleppt worden sein sollten, auf. Über 200 Ortsbewohner wurden von denselben ergriffen. – (Vgl. „Neue Sächsische Kirchengalerie“, | ||
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