text:vsb2021-22
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| text:vsb2021-22 [2023/05/02 17:18] – angelegt ewusch | text:vsb2021-22 [2024/04/10 22:14] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ====== Der Schlangenkönig von Lübbenau ====== | ||
| - | Dort, wo heute Lübbenau liegt, muss früher Sumpf und Wald gewesen sein. Nur ein Schloss hatte dort gestanden. Den einstigen Besitzer, den alten Grafen, hatte ein Scharfrichter in die Heide verwünscht, | ||
| - | Als er wieder einmal durch Fenster, wie sich in der Nähe auf einem sonnigen Heidefleck viele Schlangen ringelten und jagten. Es sah aus wie ein lustiges Spiel. Die größte Schlange hatte dabei ihre goldene Krone, die sie sonst immer auf dem Kopfe trug, auf einem hellen Sandfleck abgelegt. | ||
| - | Das also war der Schlangenkönig! Dem Förster kam, als er das sah, ein verwegener Gedanke. Er war schon am anderen Tag wieder hier und brachte ein weißes Tuch mit, denn er hatte gemerkt, dass der Schlangenkönig seine Krone gern auf etwas Helles ablegt, und darauf baute er seinen Plan. Er breitete die Leinwand gerade an der Stelle aus, wo er am Tag zuvor die Krone hatte liegen sehen. An einem Zipfel hatte er einen langen Bindfaden angeknotet und wartete nun in einem Versteck, was geschehen werde. Tatsächlich kamen die Schlangen wieder herangekrochen, | ||
| - | Man fand den Mantel später ganz zerfetzt und durchlöchert auf. Weil der Förster die Krone besaß, ward er sehr reich. | ||
| - | Von ihm stammt das Geschlecht der Lynars ab, die dann lange Zeit in Lübbenau herrschten. | ||
| - | Quelle: - Sage aus der Niederlausitz - Haus für sorbische Volkskunst | ||
| - | Herausgefunden und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten Manfred Kliche | ||
| - | https:// | ||
| - | // | ||
| - | * // | ||
| - | * // | ||
| - | * // | ||
| - | |||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
text/vsb2021-22.1683040705.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
