text:vsb2021-09
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| - | ====== Die Mittagsfrau und das kluge Bauernmädchen ====== | ||
| - | „Was macht den Lausitzer stark? - Kartoffeln, Leinöl und Quark!“ Diese uralte Weisheit ist heute durch die Wissenschaft vielfach bestätigt: Leinöl schützt vor Herz- und Gefäßkrankheiten. | ||
| - | Der Spreewald war seit jeher ein Anbaugebiet für den Lein/ | ||
| - | Wehe dem, der zur Mittagszeit noch auf dem Felde schafft! Der treffe die Mittagsfrau mit ihrer Sichel. Denn die Stunde der höchsten Sonne ist für die Ruhe bestimmt, sagten die Leute. Doch was tun, wenn die Mägde und Knechte ohne Pause auf den Feldern schuften mussten? | ||
| - | So manch einer kam da vor Erschöpfung und Hitzschlag zu Tode. Die Mittagsfrau gab ihm den tödlichen Schnitt, wisperten dann die Leute. Kluge Mädchen aber konnten die Mittagsfrau überlisten. | ||
| - | So geschah es einmal, dass ein junges Ding auf dem Felde die Mittagsglocke vom Dorf nicht hörte. Da stand plötzlich die Mittagsfrau hinter ihr und hob die Sichel. „Ich fürchte mich nicht“ rief mutig das Mädchen. „Gut, ich will dir dein Leben lassen, wenn du mir eine Stunde lang vom Flachs erzählst“, | ||
| - | Beherzt begann das Mädchen ganz langsam an zu sprechen: „Mit dem Flachs hat der Bauer viel Arbeit, denn die Pflanze will guten Boden und viel Pflege.“ Und das Mädchen berichtete vom fleißigen Unkrautjäten, | ||
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| - | Quelle: Quer durch Brandenburg, | ||
| - | Herausgefunden und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten Manfred Kliche | ||
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