text:vsb2021-02
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| - | ====== Die Sage von der Ermordung der 30 Wendenfürsten ====== | ||
| - | Manche Sage im Burger Raum greift Themen auf, die wirkliche Geschichtsereignisse tangieren, im Grunde aber aus Wunschvorstellungen entstanden. | ||
| - | So ist es auch mit der Sage vom Markgraf Gero. Sie ist wohl angelehnt an die Zeit, in der es um die Aufteilung des Landes in Burgbezirke ging. | ||
| - | 932 eroberte Heinrich I. die Lausitzer Grenzburg Liubusua (bis heute blieb deren Standort ungeklärt). | ||
| - | Heinrichs Nachfolger Otto I. unterwarf Mitte des 10. Jahrhunderts die Gebiete bis zur Oder. Er setzte Grafen zur Festigung seiner Macht ein. Markgraf Gero erhielt die Mark an der südlichen und mittleren Elbe und Saale. Dieser dehnte seine Herrschaft bis an die Oder aus und einverleibte sich die Lausitz mit dem Ziel der Unterwerfung der Wenden. | ||
| - | Im Jahre 929 (andere Quellen: 937 und 939), so heißt es, lud Gero 30 elbslawische Fürsten auf seine Residenz auf dem Burger Schlossberg ein, kredenzte nach den Verhandlungen ein Festmahl, machte die Fürsten betrunken und ließ sie dann hinterrücks ermorden. | ||
| - | Diese Darstellung findet sich in verschiedenen Werken. Selbst Geschichtsschreiber haben sie nachgedruckt. In der Zeitschrift „Daheim“, | ||
| - | Ernst von Schönfeldt aus Werben schrieb 1889 in seiner Publikation „Bruchstücke zu Geschichte von Burg im Spreewald“: | ||
| - | Die Übersetzung seiner authentischen Nachricht in Latein lautet: „Jene Barbaren, niemals frei von Brandstiftung, | ||
| - | In Burg jedenfalls wurde die zuerst genannte überliefert. Fest steht wohl: Die Gero den Großen nannten, fanden meist einen Satz von Widukind nicht: „Wahrlich, | ||
| - | Für den klarsichtigen Zeitgenossen Geros wurde die Doppelrolle Geros als gerühmter Eroberer und als grausamer Unterdrücker deutlich. Friedrich Schiller hat später im Wallenstein-Drama treffende Worte gefunden: „Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt/ | ||
| - | Überliefert ist auch, dass die Wenden keine Veranlassung hatten, Gero als Kulturbringer und großen Feldherren zu feiern. Hingegen und nur zu gern sagten sie ihm viele Scheußlichkeiten nach, wie auch die oben genannte Geschichte. | ||
| - | Ein gewisser Renner, Leutnant der dritten Jägerabteilung, | ||
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| - | Quelle: „Neues Lusitzisches Magazin“, Herausgeber: | ||
| - | Herausgefunden und aufgeschrieben vom Radduscher Ortschronisten Manfred Kliche | ||
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