text:unterharz002
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| text:unterharz002 [2025/03/31 16:23] – angelegt ewusch | text:unterharz002 [2025/04/24 12:06] (aktuell) – ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | [[capitel:unterharz17|<<< | + | [[capitel:unterharz18|<<< |
| **[[buch: | **[[buch: | ||
| - | [[text:unterharz001|Vorwort | + | [[text:unterharz003|Abhandlungen und Zusammenstellungen |
| ====== Anmerkungen ====== | ====== Anmerkungen ====== | ||
| + | ==== Zu den Sagen von Thale und der Roßtrappe ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 1-8). H ü n e n u n d R i e s e n i m B o d e g e b i r g e . Nr. 1. 2. Bei den Riesen des Bodegebirges muß auch an den Namen L u p b o d e erinnert werden, jedoch wollen wir uns jedes Urtheils dabei enthalten und nur auf das verweisen, was Jacob Grimm, deutsche Mythologie, 3. Aufl. S. 492 und 493, wo zu dem Namen Lupberg unsere Lupbode nachzutragen wäre, wohl keineswegs mit der Absicht etwas abzuschließen beigebracht hat. Vielleicht ist die Lupbode nach der Art ihres Laufes (ungeschlacht rinnende, oder große Bode) genannt, wie man eine warme und kalte Bode hat. | ||
| + | |||
| + | D i e S a g e v o n d e r R o ß t r a p p e . Nr. 3. 4. Vergl. Nr. 1 und 2 »Hünen und Riesen im Bodegebirge«. Ferner Nr. 5 und 6 das Bärensdorf, | ||
| + | |||
| + | D a s B ä r e n s d o r f . Nr. 6. 7. Vergl. die Anm. zu Nr. 3 und 4. »Der von Bären« soll der Vater der Prinzessin genannt werden, deren Fuß sich in den Roßtrappfelsen eindrückte. Bei Kuhn, märk. S. Nr. 205 steht eine Sage von Bärenskirchhof bei Grimnitz, woran sich die Sage vom Tode des wilden Jägers (Hackelberg) knüpft. Aus Stübener, Denkwürdigkeiten des Fürstenthums Blankenburg (1788) S. 5 ersehen wir, was unserer Benutzung des Namens für die Mythologie keinen Eintrag thut, daß das Bernstorf (so schreibt er) historisch ist; es sei, sagt er, nach einem B e r n d genannt. | ||
| + | |||
| + | F a h l e H ö l l e . Nr. 8. In Krieger' | ||
| + | |||
| + | D i e S i e b e n s p r i n g e . Nr. 11. 12. (So und nicht Siebensprünge ist zu lesen). Krieger sagt S. 86, daß neben den Siebenspringen 14 heidnische Grabhügel emporstiegen, | ||
| + | |||
| + | D e r M ö n c h e n s t e i n v o m K l o s t e r W e n d h a u s e n . Nr. 13-18. Vergl. auch Kuhn und Schwarz S. 171, »Kloster Wendhausen.« Von dem Spuk im Kloster Wenthusen redet auch Krieger S. 84-86: »Mönche und Nonnen besonders, sagt er, tummeln sich hier in nächtlicher Weile gar dreist umher.« Was er von dem Stein bemerkt, zeigt deutlich, daß derselbe auf die Viehzucht Bezug hat. Vergl. zu 5. | ||
| + | |||
| + | D i e L i n d e a m B o d e k e s s e l u n d d e r Z w e r g . Nr. 19. Bei Caspar von der Röhn tritt ein Zwerg auf, der den wunden Helferich durch eine Wurzel heilt. S.W. Grimm, Heldensage S. 216. | ||
| + | |||
| + | N i c k e l m ä n n e r u n d W a s s e r m ä n n e r i n d e r B o d e . Nr. 21-23. Vergl. Kuhn und Schwarz 172 bis 175: »Der Nickelmann.« Nr. 23. Die Sage von der Saale: »Nixe kämpften mit einander,« E. Sommer, Sagen aus Sachsen und Thüringen, S. 7. Der Name Wassermann auch in Franken und Steiermark, s.A. Fries in J. Wolfs Zeitschrift für Myth. I, S. 29, und J.G. Seidl ebenda II, S. 25 f. | ||
| + | |||
| + | D i e Z w e r g e i m u n t e r e n B o d e t h a l e . Nr. 24. Für den Zwergkönig Ewaldus vergl. den Namen des Zwergkönigs Echwaldus, der in Elbingerode, | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Alten-Brak, von der Schönburg und von Treseburg. ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 9-12). | ||
| + | |||
| + | Zunächst ein Nachtrag: Die Schönburg bei der Ludwigshütte, | ||
| + | |||
| + | K e g e l s p i e l a u f d e r S c h ö n b u r g . Nr. 33. Vergl. »Das Kegelspiel unter' | ||
| + | |||
| + | O s t e r f e u e r a u f d e r S c h ö n b u r g . Nr. 34. Ueber Ostern und die Osterfeuer vergl. Harzbilder S. 61-65. | ||
| + | |||
| + | D i e S p ü k - E i c h e . Nr. 38. So heißt ein Baum in der Gegend von Treseburg. Es spukte unter ihm, als ein Mann mit M ä h l darunter ruhte. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen vom Rübeland und der Baumannshöhle ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 13-16). | ||
| + | |||
| + | D e r s c h w a r z e M a n n z w i s c h e n d e r R a p b o d e u n d d e r a l t e n B u r g . Nr. 41. Das Thal heißt: M o r d thal, nicht Moorthal. | ||
| + | |||
| + | H ü t t e n k o b o l d e . Nr. 43. 44. Vergl. Nr. 28-31, 297, 298, 375-379. | ||
| + | |||
| + | G e i s t e r i n d e r B a u m a n n s h ö h l e . Nr. 45. 46. Wie berüchtigt die B a u m a n n s h ö h l e am Ende des 17. Jahrhunderts war, zeigt S. 400 vom 1. Theil des theatrum poerarum, wo eine Hexe unter Anderm von »ihrem Vetter, dem alten Hansen aus der Baumannshöhle« einen Spruch gelernt haben will. – In seinen »Streifzügen durch die Literatur des Harzes«, im trefflichen Programm der höhern Bürgerschule zu Aschersleben von 1854 hat der Oberlehrer G u s t a v H e y s e S. 6-8 mit wohlthuender Gründlichkeit gezeigt, wie es nur ein grober literarischer Irrthum von lächerlichem Ursprunge ist, daß die Höhle ihren Namen von einem Bergmann Namens Baumann haben soll, der sie im Jahre 1670 zuerst durchkrochen; | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Quedlinburg ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 17-25). | ||
| + | |||
| + | D e r V o g e l h e e r d b e i Q u e d l i n b u r g . Nr. 47. Ueber Heinrichs I. Vogelheerde und Königswahl sollte diesem Buche die schon früher von mir angekündigte Abhandlung, welche die Waitz' | ||
| + | |||
| + | H e n r i c h d e r V o g l e r u n d d i e S t a d t Q u e d l i n b u r g . Nr. 48. Aus Abel a.a.O. S. 481-483. Wie Quedlinburgs Name von dem Hunde Quedel (um dies beiläufig hier zu den Harzsagen S. 21 und 22 zu der nach Quedlinburg übergreifenden Goslar' | ||
| + | |||
| + | D a s R i t t e r f e l d . Nr. 49. Aus Abel a.a.O. S. 493. | ||
| + | |||
| + | V o m K i r c h e n r a u b e . Nr. 50. Aus Abel a.a.O. S. 494-496. | ||
| + | |||
| + | S a n c t A n n a u n d d i e M u t t e r G o t t e s . Nr. 51. Aus Abel a.a.O. S. 498-499. | ||
| + | |||
| + | D a s w i l d e W a s s e r a u f d e m M ü n z e n b e r g e . Nr. 56. Vom Münzenberge führte ein unterirdischer Gang nach dem Münchenhofe; | ||
| + | |||
| + | A l b r e c h t v o m R e g e n s t e i n u n d d i e S t a d t Q u e d l i n b u r g . Nr. 60. Vergl. meinen Aufsatz über den Regenstein im deutschen Museum von 1855. Aus Abel a.a.O. S. 501 und 502. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Blankenburg und der Umgegend ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 26-29). | ||
| + | |||
| + | D i e Te u f e l s m a u e r n . Nr. 62. 63. Vergl. Kuhn und Schwarz S. 170: »Die Teufelsmauer.« Ein Felsen in der Teufelsmauer heißt der Großvater. (Vergl. dazu Myth. S. 153). Er könnte vielleicht nur nach seinem äußeren Ansehen benannt sein, das etwas Bequemes hat. Jedoch sind die Spuren von Donar im Allgemeinen auf dem Gebiete, welches dieses Buch umfaßt, ziemlich reichlich, weniger tritt er in den »Harzsagen« hervor. | ||
| + | |||
| + | D a s D o r f B ö r n e k e . Nr. 69. Aus Stübener I, S. 420. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Michaelstein, | ||
| + | |||
| + | (S. 30-39). | ||
| + | |||
| + | Zunächst ein Nachtrag: Aus dem Jagdhause der Heimburger Forst entführte der Teufel eine Prinzessin. | ||
| + | |||
| + | E v e r g o d e s r o d e , V o l k m a r s t e i n u n d M i c h a e l s t e i n . Nr. 72. Aus Leuckfeld antiquitates S. 18-23. Die Sage von Volkmar und Michaelstein hat auch Winnigstädt bei Abel S. 491. | ||
| + | |||
| + | M i c h a e l s B i l d . Nr. 75. Vergl. Kuhn und Schwarz, S. 171, »die Bildsäule des heil. Michael.« | ||
| + | |||
| + | D a s Te u f e l s b a d . Nr. 87. Zusatz: Wer die Leichenzüge sieht, erlebt den andern Morgen nicht. | ||
| + | |||
| + | D i e L a u s e h ü g e l . Nr. 93. Die Erläuterung des Namens ergiebt sich aus Harzsagen, Vorwort S. XXXIII und XXXIV. Vergl. de nominibus montis Bructeri p. 46. Vielleicht ist hier auch der Name Liesebergsgasse aus Nr. 227 des vorliegenden Buches herbeizuziehen. Ein »Leiseberg« liegt unweit des rechten Ufers der Unstrut, worüber der Weg von Freiburg nach Naumburg geht. | ||
| + | |||
| + | D i e H e i m b u r g b r e n n t a b 1288. Nr. 96. Aus Abel a.a.O. S. 175. Nach Stübener I, S. 195 ist Heimburg in Urkunden Hainburg und Hainenburg geschrieben; | ||
| + | |||
| + | B e n e c i n ç t a r o t a . Nr. 109. Die Nägel, 11/2 Schock, wurden zu O s t e r n an die Pfarre gegeben. Vergl. auch de nominibus montis Bructeri, p. 46. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen vom Regenstein ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 40 u. 41.) | ||
| + | |||
| + | D e r N a m e R e g e n s t e i n . Nr. 112. Aus Abel a.a.O. S. 41. – Herr Oberlehrer K e ß l i n zu Wernigerode hat in einer Vorlesung, die er im wissenschaftlichen Vereine zu Wernigerode über den Regenstein hielt, über den Namen Folgendes zusammengestellt: | ||
| + | |||
| + | Meine eigene Ansicht über den Namen Regenstein habe ich schon früher in der deutschen Reichszeitung, | ||
| + | |||
| + | Allein auffallend bliebe es immer, warum dann bei der nun einmal schwankenden Schreibung neben Reinstein der Name Reihenstein – so viel wir wissen, gar nicht, und wenn überhaupt, doch gewiß nur selten, vorkommt. Ich erkläre deshalb den Namen Regenstein auf folgende Weise, durch die ich seinen Namen zugleich mit seiner großen Vergangenheit in Einklang setze. Im Althochdeutschen heißt ragin, auch ragan, regin Berathschlagung, | ||
| + | |||
| + | Der Reinstein oder Regenstein ist also ein Raginstein, ein Stein, auf dem Rath gehalten wurde, ein alter Versammlungsstein. Diese Versammlungen auf dem Regensteine waren in der ältesten Zeit jedenfalls religiöser Art, sie brauchen aber darum nicht bloß zu Opfern gehalten zu sein, sondern können namentlich auch Gerichtsversammlungen gewesen sein. | ||
| + | |||
| + | Daß der Regenstein ein heidnischer Gerichtsort gewesen sein mag, dafür spricht eine schon bekannte Sage, wonach man dort noch oft das Hämmern vieler Schmiede vernimmt. Diese Sage deutet auf Donar (Thor), den Gott des Donners, der Schmiede und des G e r i c h t s , welcher auf dem Regensteine verehrt sein wird. Der Regenstein wurde von einem der ä l t e s t e n Grafengeschlechter des Harzes bewohnt, und die Grafen standen überall dem Gerichte vor. Weit erstreckte sich das Gebiet der Grafen von Regenstein, und vom nahen Blankenburg wenigstens wissen wir, wie es einem weiten Gerichtssprengel vorstand.« | ||
| + | |||
| + | Zu dem Worte moete s. das Bremer Wörterbuch; | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Osterwieck und der Umgegend ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 42-48). | ||
| + | |||
| + | D e r K o b o l d . Nr. 119. Vergl. Nr. 296. | ||
| + | |||
| + | D e r W e l t h u n d b e i S t ö t t e r l i n g e n b u r g u n d L ü t t c h e n r o d e . Nr. 120. Eine Sage von ihm aus Engelbostel und Hecklingen s. bei Kuhn und Schwarz S. 255. | ||
| + | |||
| + | D a s b e h e r z t e M ä d c h e n . Nr. 124. Vergl. Harzsagen S. 141-143. | ||
| + | |||
| + | G o t t s l o h n . Nr. 125. Vergl. Müller und Schambach S. 227 und 228. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von der Harburg, von Wernigerode, | ||
| + | |||
| + | (S. 49-77.) | ||
| + | |||
| + | Zunächst ein Nachtrag: Der Graf hatte erfahren, daß in der Stadt Wernigerode ein sehr geschickter Mann Namens O……. wohne, den ließ er zu sich kommen und trug ihm vor, ob er nicht ein laufendes Wasser ihm auf sein Schloß führen könnte. Jener erklärte: Wollt Ihr mir die Verbrecher, die Ihr in Eurem Gefängnisse habt, losgeben, so will ich meine Kunst zeigen. Der Wunsch soll Euch gewährt sein, war die Antwort. Darauf machte O…….. ein Verbündniß mit dem Satan, dem er seine Seele versprach, und fing mit seinen beiden Gefangenen die Wasserleitung an abzugraben. Sie hatten die Leitung aber noch nicht ganz fertig, da ließ O…….. dem Satan merken, daß er ihn betrügen wollte und dieser zerstörte den Bau selbst. Das hatte O…….. nur gewollt. Durch diese erste Zurichtung hatte O…….. sich so viel Kenntniß erworben, daß er eine neue Leitung machte und das Wasser glücklich oben auf das Schloß brachte. Dafür stellte der Graf O…….. es frei, er könnte für seine Mühe sich entweder die sogenannte Charlottenlust, | ||
| + | |||
| + | Ein zweiter Nachtrag: Auf Tischler U l r i c h s Wiese steht ein Schatz, der ganz Wernigerode zweimal wieder auferbauen kann. | ||
| + | |||
| + | D e r K r e u z b e r g . Nr. 128. S a g e n v o n d e r H a r b u r g . Nr. 129-131. Der Berg, worauf die Harburg gestanden, hieß sonst H a r t e n b e r g , wie dieser Name in ältern Urkunden vorkommt, namentlich in einer des St. Sylvesterstiftes. Hart ist Wald und in vielen Ortsnamen am Harz, der ja ebenfalls seinen Namen davon hat. | ||
| + | |||
| + | D i e S a g e v o n R u t s c h e f o r t ist, wie schon S. 183 angedeutet ist, in dieser Form spätern Ursprungs und zwar aus der Zeit, wo aus der Königsteinschen Erbschaft R o c h e f o r t an das Stolbergsche Haus kam und in den Gräflichen Titel mit aufgenommen wurde. | ||
| + | |||
| + | Die Königsteinsche Erbschaft fiel dem Hause Stolberg 1535 zu und zwar hiervon nur die Rochefortsche Herrschaft, worüber ein langer Prozeß mit dem Hause Löwenstein geführt wurde, der erst im Jahre 1755 endigte. Rochefort liegt im Luxemburgischen. Nr. 129-131. Vergl. unsere Abhandlung über die Zwerge in Familiensagen und Kuhn und Schwarz S. 175 und 176. Der Kreuzberg (vergl. auch S. 182) soll ein Calvarienberg gewesen sein. Nr. 128. Auch in Wallnußtöpfen wird Bier gebraut. Als das Zwergkind darüber an zu reden fängt, sagen die Leute: »So bist Du so klug und so alt!« und prügeln es. Uebrigens vergl. Nr. 248, 293 und 368. Harzsagen S. 209. W. Müller und Schambach S. 133. J. Thaler »können auch in T y r o l Spuren von germanischem Heidenthume vorkommen? | ||
| + | |||
| + | D i e G l o c k e n b l u m e n o d e r P f i n g s t r o s e n a u f d e n Z w ö l f m o r g e n . Nr. 145. Die sogenannte Zwölfmorgenblume ist Trollius Europaeus Linné XIII, Kl. VI. Ordnung Kugelranunkel, | ||
| + | |||
| + | V e n e d i g e r i m B ä r e n l o c h e . Nr. 157. Vergl. die Abhandlung vom Hirsch zu den Venedigersagen. Im 15. Capitel des Froschmäusler tritt ein Alchymist aus Venedig auf, welcher gekommen ist, »Weil er vom alten Münch vernommen.« Und ebenda heißt es im 16. Capitel: »Die Stadt Venedig wird dergleich Von solchen Künsten trefflich reich. Da auch d e r M ü n c h die Kunst gestohlen« u.s.w. | ||
| + | |||
| + | D a s P f e r d v o n N ö s c h e n r o d e . Nr. 158. Vergl. Nr. 159- 161, 164. Kuhn und Schwarz S. 176 und die Anm. S. 491. | ||
| + | |||
| + | R e i t e r v e r s c h w i n d e t i m Te i c h . Nr. 165. Der eigentliche Name des Berges ist H ö r s t berg. In Niedersachsen bedeutet H o r s t (plattd. Host) ein einzelnes im Felde liegendes Gehölz. | ||
| + | |||
| + | S a g e v o m a l t e n W e r n i g e r ö d e r W a i s e n h a u s e . Nr. 166. Der Kaufmann Ludwig Meyer wird der Bäcker Meyer sein sollen auf der breiten Straße nahe am Markte, denn hier hat das frühere Waisenhaus gestanden. | ||
| + | |||
| + | F e u e r s b r u n s t . Nr. 167. 168. Die erste Wernigeröder Feuersbrunst, | ||
| + | |||
| + | D e r B ä r e n s t e i n v o r d e r N e u s t ä d t e r S c h e n k e . Nr. 171. Die Neustädter heißen auch H i r s c h f ä n g e r . Nach Kuhn, Märk. S. Nr. 228 werden auch die Einwohner der Stadt Mohrin häufig, wenn sie in anderen Orten der umliegenden Gegend erscheinen, B ä r e n s t ä k e r genannt. Dies wird durch einen von Kuhn mitgetheilten Schwank, wonach die Mohriner gar keinen wirklichen Bären gejagt hätten, begründet. Der Neustädter Stein und die Wiederkehr der Sage selbst an verschiedenen Orten zeigt ihren echt mythischen Grund. | ||
| + | |||
| + | D e r Z i e g e n b o c k s r e i t e r , d a s J o h a n n i s t h o r u n d d i e J o h a n n i s k i r c h e . Nr. 172. Auf dem Claushofe zeigt sich auch eine Ziege. | ||
| + | |||
| + | D a s H i c k e m ä n n c h e n . Nr. 173. (In Wernigeröder Mundart). Vergl. »Das Hickeding«, | ||
| + | |||
| + | N ä c h t l i c h e s O r g e l s p i e l i n d e r K i r c h e z u H a s s e r o d e . Nr. 174. Diese Sage und Nr. 196 zeigt eine schwärmerische Rückerinnerung an eine frühere, gleichsam verloren gegangene Religion, welche man bei unserm norddeutschen Volke nicht suchen sollte. | ||
| + | |||
| + | P a s t o r R e c c a r d . Nr. 179-180. (Zum Theil in Wernigeröder Mundart). So und nicht Reckhart, wie im Texte steht, ist zu schreiben. J o h . P h i l . R e c c a r d aus Wildungen im Waldeck' | ||
| + | |||
| + | U n t e r i r d i s c h e G ä n g e . Nr. 197. Der Name R e k t o r h o f möchte irre führen, da der Rektor jetzt ein anderes Haus bewohnt. Der Hof heißt der »Rüdigersche Hof«. Der Name Rektorhof ist dadurch entstanden, weil früher es einmal die Rektoratswohnung gewesen ist. | ||
| + | |||
| + | D e r B r u n n e n b e i d e r H i m m e l p f o r t e . Nr. 215. Man sieht wie hier Sage und Geschichte sich mischt. Es ist Heinrich Horn damit gemeint, der das Salvatoris-Hospital im Jahre 1554 für 12 Arme stiftete. (Das Nikolin-Hospital ist viel älter, sowie auch die Nikolin-Kirche. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von der Mönchenlagerstätte, | ||
| + | |||
| + | (S. 78-98). | ||
| + | |||
| + | An Drübeck, D a r l i n g e r o d e und Altenrode knüpfte sich ein merkwürdiger Gebrauch des Umreitens der Grenze. Die Acten eines darüber geführten mächtigen Processes sind mir gütigst anvertraut worden und ich beabsichtige bald in einer Zeitschrift eine ausführliche Schilderung des höchst wichtigen Gebrauches zu liefern. | ||
| + | |||
| + | D i e P r i n z e s s i n m i t d e m S c h w e i n e r ü s s e l . Nr. 223. 224. Dies und Nr. 222 enthält die Quintessenz der Sagen des alten Klosters Drübeck am Fuße des Brockens, um welches, wie um Kloster Himmelpforte sich die mythischen Vorstellungen, | ||
| + | |||
| + | D e r a l t e K o l b a u m . Nr. 205. S. Märchen für die Jugend S. 236. | ||
| + | |||
| + | D i e Z w e r g e a m B u t t e r b e r g e . Nr. 228. Im Butterberge steckt auch Silbergeschirr. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Veckenstedt, | ||
| + | |||
| + | (S. 99-105). Zunächst ein Nachtrag: | ||
| + | |||
| + | Beim J u n g f e r n t e i c h e zwischen Wernigerode und Silstedt soll ein w e i ß e r H u n d sich zu Zeiten sehen lassen, welcher die Leute irre führt; ein Mann kömmt des Weges da herauf und ruht sich ein wenig an dem Teiche aus; nicht lange, da kömmt ein weißer Hund auf ihn zu, er will ihn mit seinem Stocke fortjagen, der Hund geht nicht vom Flecke; auf einmal war er verschwunden. Der Mann will seinen Weg nach Wernigerode antreten, läuft aber vergebens im Felde herum und kann den Weg nicht finden, so daß er nach mehren Stunden Umherirrens wieder nach Silstedt zurückkömmt. Noch möge eine Anekdote, welche die Sagenbildung zur Erklärung von Namen betrifft, hier Platz finden. Ein vor 20 Jahren errichtetes Gebäude in W a s s e r l e b e n heißt jetzt allgemein, sogar in Actenstücken, | ||
| + | |||
| + | V o n d e r L i n d e a u f d e m S t u k e n b e r g s a n g e r z w i s c h e n C h a r l o t t e n l u s t u n d V e c k e n s t ä d t . Nr. 235. Im Acker des ehemaligen St. Viti-Holzes wurde nach gefälliger Mittheilung des Dr. Friedrich vor acht Jahren eine Framea von Erz gefunden. Das Vitsholz lag nahe der noch jetzt eine alte Weihsage grün erhaltenden Linde, die schon in mittelalterlichen Grenzbestimmungen die »alte Linde« heißt. – Schon früher wurde hier eine kleine Streitaxt aus Feuerstein gefunden, die durch Reg.- Rath Stiehler in Besitz Sr. Erlaucht des Grafen Botho gekommen ist. | ||
| + | |||
| + | B e r i c h t v o m h e i l i g e n B l u t e z u W a s s e r l e b e n . Nr. 254. Aus Abel a.a.O. S. 328-330. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Ilsenburg ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 106-113). | ||
| + | |||
| + | P r i n z e s s i n I l s e . S. 256-286. Für die Ueberschrift ist, wiewohl das Volk jetzt Ilsensteinsjungfer sagt, dieser Name gewählt, da mir mitgetheilt ist, daß der Name P r i n z e s s i n I l s e nicht etwa nur von der neuern Poesie der Jungfer beigelegt, sondern noch vor nicht langer Zeit ganz gebräuchlich gewesen ist. So gebrauchen denn auch Kuhn und Schwarz die nämliche Ueberschrift bei Mittheilung der betreffenden von ihnen gesammelten Sagen (S. 176-179, vergl. die zugehörigen Anm.) | ||
| + | |||
| + | Der Schutzpatron des Ilsenburger Klosters war anfangs der heilige Petrus. – Vergl. unsere Abhandl. vom Hirsch. – Die Sage vom Ilsenstein wird jetzt von Tage zu Tage mehr verderbt, da ein schauderhafter Roman über denselben vorhanden ist, welchen ich durchgelesen habe, um desto leichter etwa daher stammende Fälschungen aus der Sage ausscheiden zu können. Noch übler hat es auf die Sage eingewirkt, daß in dem kleinen Ilsenburg ein Liebhabertheater vorhanden ist, in welchem zuweilen ein nach diesem Roman verfaßtes sogenanntes vieraktiges Sagenspiel: »Die Prinzessin Ilse vom Ilsenstein« aufgeführt wird. Personen dieses lächerlichen Erzeugnisses, | ||
| + | |||
| + | Z w e r g e , M ö n c h e , g r a u e M ä n n c h e n . Nr. 294. Vergl. Kuhn und Schwarz, S. 180. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Stapelburg und dem Scharfensteine ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 114-116). | ||
| + | |||
| + | D i e S c h l a n g e a u f d e m S c h a r f e n s t e i n e . Nr. 306. Auf der hier sehr nahen Harzburg zeigt sich Harzsagen S. 5 und 6 der Basilisk. | ||
| + | |||
| + | D a s H a u s i m S c h i m m e r w a l d . Nr. 309. Eine Geschichte aus dem Schimmerwalde (vom Eckernkrug) steht Harzsagen S. 12 und 13. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Brockensagen ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 117-136). | ||
| + | |||
| + | D i e M a i n a c h t . Nr. 310-314. D e r H e x e n a l t a r . Nr. 315. Ueber die Sagen von der Walpurgisnacht muß auf die mehr erwähnte Abhandlung de nominibus montis Bructeri verwiesen werden. Vergl auch über Hexenglauben und Hexenfahrten Simrock S. 494-497. Müller und Schambach S. 177-179: »Die Walpurgisnacht.« Myth. S. 552. Dr. A. Fries, Sagen aus Unterfranken, | ||
| + | |||
| + | Nr. 311. Dieselben Dienste wie hier das Drachenschwanz u.s.w. genannte Kraut leistet bei Sommer S. 58 der Gundermannskranz. K ö h l e r u n d V e n e d i g e r . Nr. 323. 324. | ||
| + | |||
| + | J o h a n n i s b l u m e . Nr. 327. Vergl. »Die Springwurzel, | ||
| + | |||
| + | D e r W e h r w o l f a m B r o c k e n . Nr. 326. Vergl. Harzsagen S. 146 und 147. Kuhn, Märkische Sagen S. 375. | ||
| + | |||
| + | W ö l f e a m B r o c k e n . Nr. 332. Vergl. die Sage von der Wolfswarte auf dem Bruchberge (Harzsagen S. 127 und S. 268). | ||
| + | |||
| + | V o m A n d r e a s b e r g e u n t e r d e r W a l d s c h m i e d e . Nr. 333. Ueber Andreas in Ortsnamen s. Harzsagen S. 270 bei Gelegenheit der oberharzischen Bergstadt St. Andreasberg. | ||
| + | |||
| + | K a t z e n s a g e n . Nr. 335-339. (Zum Theil in Wernigeröder Mundart). Vergl. Harzsagen S. 101 u. 102. Zu 338 vergl. Harzsagen S. 306, wo jedoch in die Anführung eines bekannten Büchertitels ein lächerlicher Druckfehler steht: der Roman von Brentano handelt nicht von Wehmüttern, | ||
| + | |||
| + | Prätorius' | ||
| + | |||
| + | Er war erstlich erschrocken, | ||
| + | |||
| + | W u n s c h s u m p f . Nr. 345. 346. Ueber wunsch. s. Myth. 126- 132, 390 und 391, und Harzsagen S. 260. Simrock S. 209. | ||
| + | |||
| + | D i e B r a u t k l i p p e . Nr. 347. Eine ähnliche Bewandtniß hat es vielleicht mit dem Brautstein auf der Kolborner Haide, unfern dem Städtchen Lüchow. Von ihm wird bei Harrys, Volkssagen Niedersachsens, | ||
| + | |||
| + | D a s B r o c k e n g e s p e n s t . Nr. 348. Brockengespenst nennt man jetzt gewöhnlich eine berühmte Luftspiegelung am Brocken, von der man glauben mochte, daß sie die im Texte gegebene Sage veranlaßt haben möchte. Zu den Sagen von Schierke und Elend. (S. 137-142). | ||
| + | |||
| + | D e r S c h l o s s e r a m B r o c k e n . Nr. 349. Vergl. die Herzberger Sage in den Harzsagen S. 185. | ||
| + | |||
| + | D i e J u n g f r a u v o n d e r E l e n d s b u r g . Nr. 362. 363. S. Märchen für die Jugend S. 234. Ich führe, ohne den etwaigen Zusammenhang mit dieser Sage ermessen zu können, hier folgendes aus Wächter, Statistik der im Königreich Hannover vorhandenen heidnischen Denkmäler an (S. 178 vom Amt Elbingerode): | ||
| + | |||
| + | D e r K a p p e l f l e c k . Nr. 383. 384. Vergl. Kuhn, Märk. S. Nr. 78: »Der Markt auf dem Kirchhofe zu Lehnin.« | ||
| + | |||
| + | A c h t e r m a n n s h ö h e . Nr. 389. Vergl. Kuhn, Märk. S. Nr. 196: »Der Teufelsdamm im Paarstein.« Müller und Schambach S. 152-154. | ||
| + | |||
| + | H u c k e p o l t e . Nr. 393. 394. Vergl. in Nr. 252 die Namen Tückeboten (Kuhn und Schwarz S. 183 haben den Namen Tückbolde) und Dickepoten. Hucken heißt springen. | ||
| + | |||
| + | ==== Zu den Sagen von Stolberg ==== | ||
| + | |||
| + | (S. 156-173). | ||
| + | |||
| + | E r u n a , A e r i n e , d i e w e i ß e J u n g f e r . Nr. 401 bis 412. Zusammensetzungen mit run s. in Förstemanns altdeutschem Namenbuche, 1. Band, Personennamen, | ||
| + | |||
| + | H u n n i s k i r c h e , H u n r o t . Nr. 414. Vergl. Kuhn und Schwarz, S. 229: »Die Rolandssäulen. Mündlich aus Nordhausen.« G e o r g i n e ( E r u n a ) , d e r E r d g e i s t o d e r d i e J u n g f e r v o m s i l b e r n e n N a g e l . Nr. 420-422. Vergl. Nr. 401-412. Daß Eruna hier als »Erdgeist« auftritt ist höchst eigenthümlich und bemerkenswerth. Der Name Georgine ist Mißverständniß, | ||
| + | |||
| + | G e i s t e r k i r c h e z u S t o l b e r g . Nr. 423. Vergl. Nr. 117. Harzsagen S. 77-79. Zur Geisteskirche ist auch schon zu vergl. Thietmar, in den Geschichtschreibern der deutschen Vorzeit III, S. 13 und 7. | ||
| + | |||
| + | D i e H e b a m m e u n d d i e K i n d e r i n d e r R ä d e r s e e . Nr. 429. Vergl. z.B.: »Die Kindbetterin im Gohlitzsee, | ||
| + | |||
| + | A n t o n i u s k o p f . Nr. 441. Für den Namen Antonius vergl. Harzsagen S. 241. | ||
| + | |||
| + | D e r G a u k l e r z u S t o l b e r g . Nr. 442. Aus Goëtia vel Theurgia, 239. Wenn der Gaukler gerade einem Lilienstocke den Kopf abhaut, so ist zu vergl. in meinen geistlichen und weltl. Volksliedern (Aschersleben, | ||
| + | |||
| + | D i e g o l d e n e S c h l a n g e . Nr. 450. Ich theile hier noch einiges andere von Schlangen mit. Wenn man dem Schlangenkönige die Krone abschneidet, | ||
| + | |||
| + | Es war eine arme Frau, die ging mit dem Kinde im Korbe Heidelbeeren suchen und ließ es im Korbe stehen. Nach einiger Zeit ging sie hin ihm die Brust zu geben, das Kind schlief dabei ein und ließ von der Brust ab und die Mutter schlief auch ein. Da kam eine große, große O t t e r s c h l a n g e und s o g a n i h r e r B r u s t . Leute, die dazu kamen, mußten ihr ihr Kind abnehmen, sie aber rapte die Schlange in die Schürze und ging damit nach Haus, denn die Schlange ließ von ihrer Brust nicht ab. So ging sie mit der Schlange zum S c h l a n g e n f ä n g e r , der sagte: wenn sie geschwind sein wolle, so wolle er ihr helfen. Wenn er auf der Pflockpfeife pfiffe, so kämen die Schlangen zusammen und sie spränge dazwischen. Aber dann müßte sie rasch zur Thüre hinaus sein. Als er zum ersten Male pfiff, blieb die Schlange ruhig sitzen, da pfiff er noch einmal, da that sie einen Sprung und sprang zwischen die andern Schlangen. Kaum war die Frau zur Thür hinaus, da sprang die Schlange ihr nach und mit einem furchtbaren Satze gegen die geschlossene Thüre. Die Frau aber starb doch bald darauf vor Schrecken und Ekel. | ||
| + | |||
| + | F r a u e n r u h . Nr. 457. 458. Vergl. »Die Frauenruhe, | ||
text/unterharz002.1743431032.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch
