text:tss1130b
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| - | ====== Wie Friedrich die Wartburg speißt und die Eisenacher Friede machen ====== | ||
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| - | Der Landgraf kehrte schnell in sein Land`zurück, | ||
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| - | Um diese Zeit fiel in Leipzig durch Meuchelmörderhand der gute Markgraf Diezmann; sein Bruder, der freudige Friedrich, hatte noch manchen Strauß zu bestehen, gegen die ihm abholden Edeln seines Landes sowohl, als gegen den römischen König. Am härtesten aber wurden die Eisenacher bedrängt von allen Seiten, so daß sie flehentliche Briefe um Hülfe an den König sandten. Der König ließ wieder Briefe schreiben an die Grafen und Freien im Lande zu Thüringen, das Land sei dem Reich gekauft und sie müßten dem Reich Folge leisten. Darauf ward dem König keine Antwort, die ihn erfreuen mochte, denn die Thuringischen Herren schrieben, sie wollten ihrem rechten Herrn helfen und ihm Treue und Glauben halten, wie ihre Aeltern auch gethan hätten. Darüber gerieth König Albrecht sehr in Zorn, und nahm sich vor, wieder mit Gewalt in Thüringen einzufallen, | ||
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| - | Wie die Nachricht von diesem Kaisermord durch Deutschland erscholl, erschraken die Bürger in Eisenach über alle Maaßen, verloren alle ihre Hoffnung und baten die ehrbaren Herren, die Dynasten von Frankenstein und die von Creuzburg, die es mit ihnen gehalten hatten, um Rath, was sie nun thun sollten. Die riethen ihnen alle, sie sollten mit ihrem Herrn Friede machen, ihm einen freundlichen Lag leisten und ihn bitten, herunter nach Eisenach zu kommen mit seinen besten Mannen, da wollten sie auch kommen, und was sie mit Recht und mit Ehren thun könnten, deß wolle sich keiner entschlagen. So geschah es am St. Maria Magdalenentag des Jahres Eintausend dreihundert und acht, da ward so lange getheidingt, | ||
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| - | Sobald Friedrich von seines Bruders jähem Tod die Nachricht bekam, zog er eilend nach Sachsen und stritt ritterlich gegen die Feinde, die des Königs Ruf dort gegen ihn versammelt. Als ihm vor der Schlacht bei Lucka, wo er die Schwaben so schlug, daß ihre Niederlage zum Sprüchwort wurde, der Rüstmeister den Helm aufband, soll er freudig gesprochen haben : | ||
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| - | Heut binde ich auf Meißen,\\ | ||
| - | Thüringen und Pleißen,\\ | ||
| - | Und alles, was meiner Aeltern je gewart,\\ | ||
| - | Gott helfe mir auf dieser Fahrt.\\ | ||
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