text:tss1117
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| - | ====== Von Landgraf Ludwigs Treue ====== | ||
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| - | Seiner lieben Gemahlin [[vip: | ||
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| - | So war es auch geschehen in demselben Jahr, eben da der Landgraf von einem Zug gen Apulien heimkehrte, wo er mit dem Kaiser gewesen war, daß er am Hofe eines Fürsten, seines besonderen Freundes, über Nacht herbergte, der ihn über die Maaßen wohl hielt, und ihm alle Liebe und Güte erwieß. Und des Abends nach köstlicher Tafel und anderer fürstlicher Lustbarkeit mit Tanz und Saitenspiel ließ ihm der Gastfreund ein herrliches Nachtlager bereiten und schaffte ihm auch eine junge und schöne Bettgenossin, | ||
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| - | Gleiche Tugend zeigte der Landgraf auch gegen einen Ritter, dessen Schloß vor dem Walde lag, der etwas schwächlichen und gebrechlichen Leibes war und keinen Erben hatte, den er doch gar gern gehabt hätte. Er bewegte sein Weib mit Mühe, sich dem Landgrafen zu vertrauen, der ihre Ehre bewahren würde, ritt zum Fürsten und stellte diesem seinen ungewöhnlichen Antrag. Dieser verhieß ihm Hülfe, versprach ihn zu besuchen und berief sogleich seine Aerzte, von denen er ein kräftigendes Medicament begehrte. Als er solches in Gestalt einer Latwerge empfangen, stellte er ein Jagen an und sonderte sich darauf von den Seinen, daß keiner wußte, wo er hingekommen; | ||
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