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text:sbdss60

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-====== Der „Waldborn“ und die „schöne Maria“ zu Sebnitz ====== 
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-    Mündlich 
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-Vor alten Zeiten, als in [[geo:Sebnitz]] nur erst einige Häuser standen, reichte der Wald noch bis an die heutige [[typ:mühle|Brückenmühle]]. In diesem Walde rieselte ein klares Wässerchen, der heutige Waldborn. An seiner [[typ:Quelle]] breitete eine mächtige [[typ:kiefer|Föhre]] ihre Aeste, und dort hing ein wunderthätiges [[typ:marienbild|Muttergottesbild]]. Einst zog ein armer [[typ:geselle|Leinwebergeselle]] aus [[region:Schlesien]], Namens Tritschel, durch das Sebnitzthal. Er war von einem heftigen [[typ:fieber|Wechselfieber]] geplagt, und um seinen glühenden Durst zu stillen, trank er aus dem Waldborn. Da fühlte er sich plötzlich wunderbar [[typ:heilung|genesen]] und blieb zum Danke in der Stadt. Seine Nachkommen aber lebten noch vor kurzem in Sebnitz. 
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-Als der Wald später gelichtet wurde, da versetzte man die "schöne Maria" in die [[typ:Kirche]]; die [[typ:Säule]], an der sie befestigt ist, ist aus jenem Waldbaume geschnitzt. Die Gottesmutter soll früher geweint haben (weil die [[typ:Pfaffen]] den hohlen Kopf mit Wasser angefüllt und [[typ:fisch|Bachfische]] hineingesetzt hätten, die sich dort tummelten und das Wasser zu den Augenhöhlen herausspritzten). Die Katholiken in dem benachbarten [[region:Böhmen]] haben das Holzschnitzwerk gegen den großen Thomaswald eintauschen wollen. Auch sollen sie es mit [[typ:Gold]] aufgewogen haben und die Straße nach Einsiedel von der [[typ:Grenze]] bis zur Hammermühle mit Silberthalern haben pflastern wollen. Man hat die Maria aber nicht hergegeben. 
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-//Quelle: [[buch:sbdss|Sagenbuch der Sächsischen Schweiz]]; Herausgegeben von [[autor:alfredmeiche|Alfred Meiche]], Leipzig 1894, Verlag von Bernhard Franke// 
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-{{tag>sagen alfredmeiche sbdss }} 
text/sbdss60.1690268028.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)