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text:sbdss41

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-====== Noch eine Sage vom Pfarrer Klunge ====== 
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-    Dr. Pilk, Neukirch am Hohwalde 1889. S. 84. 
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-Am sog. Ziegrücken, der sich vom [[geo:neukirchlausitz|Neukircher]] Pfarrhause östlich der Wesenitz entlang erstreckt, befand sich früher ein kleines [[typ:erle|Erlengebüsch]], an welchem kein Neukircher des Abends gern vorüberging. Jenes Wäldchen sollte nämlich Klunge einem unsauberen [[typ:geist|Geiste]], den er ausgetrieben, zum Aufenthaltsorte angewiesen haben. Bei der [[typ:bann|Bannung]] eines anderen Unholdes, der in einem Hause zu Niederneukirch sein Wesen trieb, ereilte den geistlichen [[typ:zauberer|Hexenmeister]] das Verhängnis. Der Besitzer genannten Hauses bat den [[typ:Pfarrer]], seine Heimstätte von dem [[typ:poltergeist|Poltergeiste]] zu befreien. Klunge versprach in der Nacht des [[typ:neumond|Neumondes]] zwischen 12 und 1 Uhr zu kommen. Er hatte sich aber beim Studieren verspätigt, und die [[typ:uhr|Turmuhr]] verkündigte schon das dritte Viertel nach zwölf, als er eilends dem berüchtigten Hause zuschritt. Er trat durch die offengelassene Thür, erstieg die [[typ:Treppe]] zu dem oberen Stockwerke und begann seine [[typ:Beschwörung]]. Der zitierte Geist erschien. Klunge zog eine starke [[typ:Nadel]] aus seinem Gewande, durchstach damit das schwache [[typ:Kreuz]] des Fensters und zwang den Unhold, durch die entstandene Oeffnung für immer zu verschwinden. Da schlug die [[typ:Glocke]] eins. Der Geist fuhr unter gräßlichen Verwünschungen hinaus, ließ jedoch einen dichten, giftigen Qualm im Zimmer zurück. An den Folgen dieses Auftritts soll Klunge kurz darauf verstorben sein. 
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-//Quelle: [[buch:sbdss|Sagenbuch der Sächsischen Schweiz]]; Herausgegeben von [[autor:alfredmeiche|Alfred Meiche]], Leipzig 1894, Verlag von Bernhard Franke// 
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-{{tag>sagen alfredmeiche sbdss}} 
text/sbdss41.1690980390.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)