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text:sbdss31

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-====== Die Gräfin Kosel im Berge von Langen-Wolmsdorf ====== 
- 
-    Gräße, a. a. D. S. 198.  
-    K. Winter, in d. Const. Ztg. 1853, Nr. 96.  
-    Auch mündlich. 
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-Bei [[geo:langenwolmsdorf|Langen-Wolmsdorf]] in der Nähe der [[typ:ruine|Ruinen]] der alten Bergfestung [[geo:Stolpen]] liegt ein Berg und in diesem ist eine [[typ:Höhle]], darin soll die Gräfin Kosel begraben sein; sie hat aber [[typ:ruhelos|keine Ruhe]] im Grabe, sondern sie wandert bei Tag und Nacht herum und von den [[typ:taler|Thalern]], die sie mit in ihr [[typ:Grab]] genommen hat, giebt sie den Leuten, die ihr Stand halten. 
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-Einmal hat ein [[typ:Schäfer]] bei jenem Berge geweidet, dem ist plötzlich eine schöne [[typ:Jungfrau]] erschienen, die ein kurzes weißes Kleid und um den Leib ein schwarzes Gürtelband trug. Die hat ihn gefragt, ob er ihr helfen wolle, und als er ja gesagt, hat sie sich nach dem Berge zugewendet und ihm gewinkt, ihr zu folgen. Als er aber dort angelangt ist, da hat sich der Berg aufgethan, und es war ein Gang und eine weite Halle zu sehen, an deren Ende ein breiter Wassergraben war, über den aber keine [[typ:Brücke]] führte. Da hat das Mädchen gesagt: „Auf! springe hinüber", der Schäfer hat aber geantwortet: „Er ist zu breit“, und als ihn die Jungfrau abermals gebeten, hat er es zweimal vergeblich versucht, weil er schon alt und steif war. Da hat sich drüben über dem Graben ein großes Thor aufgethan und der Schäfer hat in einem weiten Saale viele Männer mit langen, weißen [[typ:bart|Bärten]] sizen sehen, eine Stimme aber hat gerufen: „Abermals umsonst! noch hundert Jahre!" Darauf ist alles verschwunden, und der Schäfer hat sich erst nach [[zeit:Mitternacht]] wieder nach Hause finden können. 
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-//Quelle: [[buch:sbdss|Sagenbuch der Sächsischen Schweiz]]; Herausgegeben von [[autor:alfredmeiche|Alfred Meiche]], Leipzig 1894, Verlag von Bernhard Franke// 
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-{{tag>sagen alfredmeiche sbdss}} 
text/sbdss31.1689857140.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)