text:sat081
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| text:sat081 [2024/01/19 23:14] – angelegt ewusch | text:sat081 [2024/02/22 20:43] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | [[sagen: | ||
| - | **[[capitel: | ||
| - | [[sagen: | ||
| - | ====== Neun Kinder auf einmal geboren ====== | ||
| - | |||
| - | Chr. Spangenberg Quernfurtische Chronik S. 134 ff. | ||
| - | |||
| - | Herr Gebhart von Quernfurt, dessen Bruder der heilige Bruno war, der Apostel der heidnischen Preussen, war ein gar ernster und gestrenger Herr; er hatte eine edle Gemahlin aus Sachsen gebürtig, deren Namen jedoch die alten Chroniken verschweigen. | ||
| - | |||
| - | Nun trug es sich zu, dass diese Frau in Abwesenheit ihres Herrn neun Kinder auf einmal auf dem Hause Quernfurt gebar, darob sie und alle die Frauen, welche um sie waren, heftig erschracken. Denn weil ihr Herr gar wunderlich war, besorgten sie, dass er gar schwerlich glauben würde, dass ein Weib von einem Manne so viel Kinder auf einmal haben könne, zumal da er öfters gar beschwerliche Gedanken und Reden von den Weibern, die zwei oder drei Kinder auf einmal zur Welt gebracht, gehabt und ihn Niemand hatte überreden können, dieselben für ehrlich zu halten. Die Frauen wurden daher in ihrer Furcht und Bestürzung unter einander eins, acht dieser Kinder heimlich bei Seite zu schaffen und nur das neunte und stärkste zu behalten. Demnach wurde eine der Frauen, die bei der Geburt gewesen, beauftragt die acht Kindlein in einem Kessel hinweg zu tragen und denselben mit Steinen beschwert in dem nahen Schlossteich unter der Mühle zu versenken. | ||
| - | |||
| - | Dieser Frau, welche mit dem frühesten aus der Burg hinweg ging, begegnete der heilige Bruno, welcher damals zu Quernfurt lebte und seiner Gewohnheit nach mit dem Tage ins Feld gegangen war, sein Gebet zu thun. Er ging aber unten am Berge bei dem schönen Quellbrunnen, | ||
| - | |||
| - | Da ist nun gross Leid und Freud bei einander gewesen, zumal als Herr Bruno die acht Knäblein holen liess und alle gleich gekleidet den lieben Eltern vorstellte, welche bald an der Kinder Gestalt, Gesicht und Gebärden gespürt haben, dass sie des neunten rechte Brüderlein und einer Mutter und eines Vaters Kinder gewesen sind. Was da für Freude gewesen, kann sich ein Jeder leicht denken und ist nicht nöthig viel Worte davon zu sagen. | ||
| - | |||
| - | Den Kessel, darin das Weib die Kinder von der Burg getragen hatte, zeigt man noch heutiges Tages zu Quernfurt, wo er in der Schlosskirche oben vor dem Chor in dem steinernen Bogen mit einer eisernen Kette angeschmiedet hängt, zum Andenken an diese Begebenheit. | ||
| - | |||
| - | // | ||
| - | * // | ||
| - | |||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
text/sat081.1705702470.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
