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| - | ====== Die Tempelherren auf der Burg Lahneck ====== | ||
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| - | Südlich von Koblenz, gegenüber der Burg Stolzenfels, | ||
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| - | Lahneck war eine mainzische Burg und diente zum Schutze des Rheinzolles. Man glaubt, daß sie aus der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts herrührt. Aus der Zeit kurz darauf stammt denn auch folgende geschichtliche Sage von Lahneck her. | ||
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| - | Während der Kreuzzüge hatten sich die Ritterorden im gelobten Lande gebildet. Der Orden der Tempelherren war 1118 entstanden, um christliche Pilger zu pflegen. Er war immer mächtiger geworden, und seine Reichtümer waren beständig gewachsen. Allein nach einem fast zweihundertjährigen Bestehen hatten ihm im Jahre 1307 der Papst Clemens V. und der König Philipp der Schöne von Frankreich den Todesstoß versetzt. Ueberall((im Original: Üeberall)) begann auch in Deutschland die Verfolgung der Templer. In der Provinz Sachsen zeigt man zu Schlanstedt die rote Tempelherrnstube: | ||
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| - | Peter Aichspalter stellte den Tempelherren die Wahl zwischen Verbannung und Tod, aber hier wie überall war es für die Tempelherren schwer, eine neue Heimat zu finden, weil sie überall ausgewiesen wurden. An allen Orten mußten sie deshalb darauf denken, Schlupfwinkel ausfindig zu machen. Ein solcher Schlupfwinkel hat sich für die Tempelherren in der Altmark auf dem jetzigen kaiserlichen Jagdgute zu Letzlingen in der von Sümpfen umgebenen alten Linderburg gefunden, und auf mainzischem Gebiete wurde die Burg Lahneck als Zufluchtsort der letzten Tempelherren benutzt. Nachdem nämlich einige Tempelherren auf’s Gerathewohl in die Verbannung gezogen waren, andere aber ihren Orden abgeschworen hatten, warfen sich die letzten zwölf Tempelherren in die Burg Lahneck und schwuren sich einander zu, daß keiner die Burg lebend wieder verlassen wolle. | ||
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| - | Als Peter Aichspalter diese Nachricht erhielt, geriet er in Wut und sandte seine Soldaten ab, um sie alle zwölf niederzuhauen. | ||
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| - | Zwar wurde ihnen angeboten sich noch zu ergeben, doch wartete ihrer dann etwas anderes als der Tod durch Henkershand? | ||
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| - | Gegen einen Heereshaufen wie dieser hätten sich die Tempelherren nun allerdings nicht lange halten können, wenn die Mainzer hätten damit anfangen dürfen, die Burg Lahneck in Brand zu stecken; aber sie hatten im Gegenteile die Weisung empfangen, die Burg so viel als möglich zu schonen. Es blieb daher den Soldaten des Erzbischofs nichts übrig, als mit den zwölf Tempelherren, | ||
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| - | Als die Nacht hereinbrach, | ||
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| - | Erbittert durch die Herausforderung des einzelnen Mannes hieben die Mainzer Soldaten mit Macht auf ihn ein. Mit diesem einen Manne wurde noch gekämpft, als auf schaumbedeckten Rosse ein Bote des Erzbischofs heransprengte und verkündigte, | ||
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| - | „Mein Leben ist ein elendes Geschenk für mich, seit meine elf Brüder tot sind!“ rief der letzte Tempelherr aus. Von der Burgmauer herunter sprang er mitten unter die Mainzer Soldaten, schlug nach allen Seiten gewaltig um sich und empfing auch sogleich den Todesstoß. Auf dem Burghofe zu Lahneck liegen alle zwölf Tempelherren begraben. | ||
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