text:oberharz237
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| - | ====== Die Zwerge vom Sachsenstein ====== | ||
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| - | Der Weg, der jetzt von dem preußischen Städtchen: die Sachse, nach dem braunschweigischen Klosterorte Walkenried am Sachsenstein in der Grafschaft Hohenstein vorbeiführt, | ||
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| - | So bin ich doch so alt\\ | ||
| - | Wie der Döringerwald\\ | ||
| - | Und habe noch nicht gesehen in einer Eierschale Bier\\ | ||
| - | brauen.\\ | ||
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| - | An einer Hochzeit in Bräunrode fanden sie auf einem schönen Saale die Tafel gedeckt und setzten sich lustig zu Tische, wurden aber gar kleinmüthig, | ||
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| - | Einst hütete ein Schäfer in der Nähe des Sachsensteins, | ||
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| - | Ein andermal brachen Maurer Steine vor dem Sachsenstein, | ||
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| - | Aber nicht immer waren die Zwerge vom Sachsensteine so gut und hilfreich gegen die Menschen, denn sie stahlen ihnen Kinder und schoben ihre Wechselbälge dafür unter, brachen auch zu ganzen Haufen in die Bäckerladen in der Sachsa und zu Walkenried ein und stahlen Brot. Da rieth ein Mädchen den Leuten, daß sie Kümmel ins Brot backen sollten, das konnten die Zwerge nicht vertragen und wurden krank davon, nahmen auch zur Strafe das Mädchen gefangen, als es einmal am Sachsensteine vorbeiging, und mishandelten es gar sehr. | ||
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| - | Von der Zeit an wurde kein Brot ohne Kümmel mehr gebacken und nur wenige Zwerge, welche Kümmelzwerge genannt wurden, konnten das vertragen, denen gaben die Leute das Brot gern und sie gehen vielleicht jetzt noch in der Gegend. Die Andern aber versammelten sich vor dem Rathhause in der Sachsa zum Abmarsch und als sie abgezogen sind, hat der Sachsenstein geklungen, als wenn ein großer Goldkessel drin wäre, und die Zwerge sind auch mit voller Musik oder, wie Einige sagen, mit Gesang durch die Sachsa gezogen. In der Sachsa war großes Leben, als es hieß: die Zwerge kommen jetzt durchgereist, | ||
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| - | Die Zwerge zogen nordwärts und als sie zu den Zwergen nach Scharzfeld kamen, machten sie Halt und gingen da in ihren Hehlkappen mit den scharzfelder Zwergen in die Erbsenfelder. Darin fraßen sie wie die Mäuse, aber kein Mensch konnte sie sehen. Da nahm ein Bauer eine Bohnenstange und fuhr damit immer über den Erbsen herum. Dadurch schlug er ihnen die Kappen vom Kopfe und so wurden die Zwerge sichtbar. Weil aber der Bauer die Zwergkappen nicht wieder herausgeben wollte, so kündigten sie zuletzt ihm und den andern Scharzfeldern den Krieg an und er mußte sie ihnen wieder zustellen. Darauf sind die sachsaer Zwerge weiter gereist und mögen wol auch die Zwerge von Scharzfeld mit ihnen gereist sein. Als sie aber durch Osterode gekommen sind, haben sie an der Wirthstafel gespeist und dabei geschnattert wie die Gänse. | ||
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