text:oberharz095
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| - | ====== Die Springwurzel ====== | ||
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| - | Vor vielen Jahren gab es eine wunderbare Blume, die Springwurzel oder auch Johanniswurzel genannt wurde. Sie war aber ebenso selten als wunderbar. Sie blühte nur in der Johannisnacht (Einige sagen: unter dem Farrenkraut) zwischen 11 und 12 Uhr; mit dem zwölften Glockenschlage war sie verschwunden. Nur in waldigen Gegenden, wo viele edle Metalle im Schose der Erde ruhten, wurde sie dann und wann in dieser Nacht auf einsamen Bergwiesen gesehen. Die Berggeister wollten durch sie den Menschen zeigen, wo ihre Schätze zu finden wären. Die Blume selbst war gelb und leuchtete in der Nacht wie ein Licht. Sie stand niemals still, sondern hüpfte beständig hin und her. Auch fürchtete sie die Menschen, denn sie floh vor ihnen und Keiner hat sie jemals gebrochen, es sei denn, daß er von der Vorsehung ausdrücklich dazu bestimmt gewesen wäre. Wer so glücklich war, sie zu pflücken, dem zeigte sie alle Schätze der Erde und machte ihn dadurch reich, sehr reich und glücklich. | ||
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| - | Auf Klausthal ist ein Mann gewesen, der hat gehört, daß in der Johannisnacht um Zwölf die Springwurzel geholt werden könne, vor der alle Schlösser aufspringen müssen. So geht denn dieser Mann, der Stopp geheißen hat, dahin, wo jetzt vor Klausthal die Scheibenschanze steht und eine Wiese ist. Da standen damals Farren, und wie er dahin kam, sah er die Johanniswurzeln, | ||
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