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text:oberharz040

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-**[[capitel:sagen_von_gittelde_und_der_staufenburg|Sagen von Gittelde und der Staufenburg]]** |  
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-====== Die Hexe in Gittelde ====== 
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-In [[geo:Gittelde]] gab's früher viele [[typ:hexe|Hexen]] und die Häuser, in denen sie wohnten, konnte man daran erkennen, daß öfter ein [[typ:Feuer]] über dem [[typ:Schornstein]] brannte, dann saß nämlich das Uriänchen oben drauf und brachte ihnen, was sie haben wollten. Dort ist einer alten Bauersfrau ihr Mann gestorben, aber Knechte und Mägde hat sie noch gehabt. Wenn die Sonntags aus der [[typ:Kirche]] kamen, hat das warme Essen auf dem Tische gestanden und ist doch auf dem Herd kein Feuer gewesen. Da lauerte einmal einer von den Knechten unter einer großen [[typ:Tonne]] in der Küche während der Kirche heimlich auf, was geschah. Wie es so um 10 Uhr hinkam, erschien der [[typ:Teufel]] und setzte sich auf ein Querholz im Schornstein, das die Frau für ihn hatte heimlich machen lassen, und hatte auch einen kleinen Gesellen mitgebracht. Als die Frau nun das Essen haben wollte, rief der kleine Gesell immerfort: Meister, er guckt, Meister, er guckt! Sagte die Frau spöttisch: Laß ihn gucken! Denn sie hat gedacht, es wären Alle in der Kirche. Da warf ihr der Teufel Alles in einen Napf, den sie unterhielt, herunter, sauern Kohl, Schweinefleisch und Kartoffeln. Einige erzählen auch, der Teufel hätte es ausgebrochen. Den Mittag, als das Essen aufgetragen war, hält der [[typ:Knecht]] der Frau vor, daß sie es vom Teufel empfangen habe. Da versprach sie, ihm viel [[typ:Geld]] zu geben und noch obenein das Hexen zu lehren, wenn er still schwiege. Er sagte ihr zum Schein, daß sie ihn das Hexen lehren solle und da schickte sie ihn hin, einen neuen [[typ:Topf]] zu kaufen. Als er mit dem Topfe wiederkam, sagte die Frau, er solle sich darauf setzen und sagen: Ins Teufels Namen. 
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-Der Knecht aber setzte sich darauf und sagte: In Gottes Namen. 
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-Da sprang der Topf voneinander und ein großer Lork saß darunter, und sogleich ging der Knecht hin und zeigte die Frau an. Da wurde ein [[typ:Scheiterhaufen]] gebaut, um die alte Hexe zu [[typ:verbrennen]]. Als sie nun darauf saß, rief sie ihren Knechten und Mägden, die dabei standen, zu: »Wenn ihr früher am Sonntag Bratbirnen aßt, so waren es Mäuse, aßet ihr Klümpe, so waren es Spinnen, und der Sauerkohl, den es jeden Sonntag Mittag gab, war nichts als Würmer.« Da schlugen die Flammen über ihr zusammen. 
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-//Quellen://  
-  * //[[buch:sagenoberharz|Sagen des Ober-Harzes und der Gegend von Harzburg und Goslar bis zur Grafschaft Hohenstein und bis Nordhausen]], gesammelt und mit Anmerkungen herausgegeben von [[autor:proehle|Dr. Heinrich Pröhle.]], 1853, Brockhaus Leipzig;// 
-  * //[[https://www.projekt-gutenberg.org/proehle/harzsag1|Projekt Gutenberg.de]]// 
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-{{tag>sagen proehle sagenoberharz harz gittelde hexe lork tonne schornstein teufel scheiterhaufen verbrennen Uriänchen}} 
text/oberharz040.1700576215.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)