text:oberharz032
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| - | ====== Die Wöchnerin ====== | ||
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| - | In Goslar stellt ein verwiesener Pastor in einem Hause den Wöchnerinnen nach und ist auch sonst an den Stuben, worin sich Wöchnerinnen befinden, ein Hängel, sodaß sie von innen zugehängt werden. Das Hängel ist aber ein Kreuz, oder es ist wenigstens vor Zeiten ein Kreuz gewesen, und das Kreuz bewirkt, daß kein Gespenst und kein Geist an der Wöchnerin Macht hat. Da hat nun auch einmal eine Wöchnerin, die in jenem Hause gewohnt, das Hängel vorgehängt hat und mit ihren Kindern allein in der sichern Stube gewesen ist, draußen ein gewaltiges Rumoren gehört. Als ihr Mann, der ein Bergmann war, nach Haus kam, sagte sie ihm noch nichts davon; allein als es spät Abends war, hörte der ein furchtbares Rumoren im Ofen, und weil er meinte, eine alte Frau, die mit im Hause gewohnt und manchmal eine Pfeife geraucht hat, liege so spät noch im Ofen und suche nach einer Kohle, so rief er ihr zu: sie solle nur herein kommen, er wolle ihr schon Feuer geben. Da ist der Lärm noch ärger geworden, der Bergmann aber faltete darauf die Hände und sprach: | ||
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| - | Ihr Höhlengeister, | ||
| - | Ihr habt hier nichts zu schaffen;\\ | ||
| - | Dies Haus das steht in Jesus Reich,\\ | ||
| - | Laßt es ganz ruhig schlafen.\\ | ||
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| - | Hiernach ist es im Hause still geworden. Auf dem Hofe aber ist ein Holzstoß gewesen, da hat eine Glucke oder Bruthenne mit ihren Küken gesessen, die hat während des Lärmens immerfort gerufen Kakedak und hat geplustert, als suchte sie ihre Brut mit den Flügeln zu schützen. Am andern Morgen aber hat die Glucke mit allen ihren Küken todt auf dem Hofe gelegen und das Gespenst, weil es der Wöchnerin mit ihrem Kinde nichts hat anhaben können, hat der Glucke mit ihren Küken den Hals umgedreht. Die Wöchnerin ist nun sehr besorgt geworden und als sie am Tage einmal auf den Hof gegangen ist, hat sie ihren Sohn, ein Schulkind, mitgenommen. Wie sie nun aber so auf dem Hofe stand, rief der Knabe alsbald hoch erschrocken: | ||
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