text:mutter_und_kind
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| - | ====== Mutter und Kind ====== | ||
| - | Am Palmsonntag früh zur Messezeit, wo, wie bekannt, die Schätze blühen, ging eine junge Bauerfrau ans Falkendorf mit ihrem kaum einjährigen Kind auf dem Arm der Stadt Tetschen zu. Als sie zum Hainhübel kam, sah die plötzlich ein altes Gemäuer am Bergrand und eine Tür drin, die offen stand. Das verwunderte sie, denn so oft sie auch den Weg gemacht hatte, noch nie war ihr das Mauerwerk aufgefallen. Sie trat näher und wie freudig erschrak sie, als sie, in die Tiefe des Gewölbes blickend, allmählich im Dunkel einen großen Kessel wahrnahm, der bis zum Rand mit funkelnden Goldstücken gefüllt war. Ohne Zögern schritt sie hinab, setzte das Kind nieder und raffte zusammen, soviel sie konnte. Damit eilte sie rasch ins Freie, legte den schweren Pack zur Erde und drehte sich gerade, um ihr Kind und vielleicht noch eine Handvoll Gold aufzuraffen, | ||
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| - | So ging ein trostloses Jahr ins Land, und wieder war es Palmsonntag. Da wallfahrte die gramsieche Frau zu der Stätte, wo es ihr Liebstes verloren hatte. Wie wunderbar! Da war wieder die Mauer, darin das Tor und dieses offen. Sie stürzte darauf zu und erblickte, von Glück überwältigt, | ||
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text/mutter_und_kind.1638728512.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
