text:hsw-anmerkungen
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| Ueberall fast in Deutschland finde ich die Meinung verbreitet, daß Welsche ( andere, besonders in protestantischen Gegenden nennen statt ihrer die Jesuiten) jedes Jahr nach Deutschland, | Ueberall fast in Deutschland finde ich die Meinung verbreitet, daß Welsche ( andere, besonders in protestantischen Gegenden nennen statt ihrer die Jesuiten) jedes Jahr nach Deutschland, | ||
| - | ====== 193. Das Drachenloch bei Rainrod | + | === 193. Das Drachenloch bei Rainrod === |
| Wagners Volksbuch S. 196. Dess. statist. Beschreibung von Hessen II, 236. | Wagners Volksbuch S. 196. Dess. statist. Beschreibung von Hessen II, 236. | ||
| - | ====== 194. Die Unkenkönigin | + | === 194. Die Unkenkönigin === |
| Von Prof. Dieffenbach. Dasselbe wird sonst von dem Schlangenkönig erzählt. | Von Prof. Dieffenbach. Dasselbe wird sonst von dem Schlangenkönig erzählt. | ||
| - | ====== 196. Die Glocke von Herbstein | + | === 196. Die Glocke von Herbstein === |
| Von Prof. Dieffenbach. Interessant ist, daß die weißen Pferde blind sind, da kann nur die Gottheit sie führen. Der Zug begegnet meines Wissens hier das erstemal | Von Prof. Dieffenbach. Interessant ist, daß die weißen Pferde blind sind, da kann nur die Gottheit sie führen. Der Zug begegnet meines Wissens hier das erstemal | ||
| - | ====== 197. Vom Kirchbau in Schotten | + | === 197. Vom Kirchbau in Schotten === |
| Der Hirsch ist hier weisendes Thier, wie anderwärts Schimmel, Raben, Kinder die Stelle für den Kirchbau zeigen. Z. B. Müllenhoff p, 111 flg. Daß er das Material auf seinem Geweih wegträgt, ist neu, wenigstens selten. Warum litt aber der Hirsch, das Thier des Fro, nicht, daß auf dem Berge die Kirche gebaut wurde? Wollte etwa ein Gott den Ort droben ungestört behalten? Man müßte noch weitere Sagen über den Wartberg suchen | Der Hirsch ist hier weisendes Thier, wie anderwärts Schimmel, Raben, Kinder die Stelle für den Kirchbau zeigen. Z. B. Müllenhoff p, 111 flg. Daß er das Material auf seinem Geweih wegträgt, ist neu, wenigstens selten. Warum litt aber der Hirsch, das Thier des Fro, nicht, daß auf dem Berge die Kirche gebaut wurde? Wollte etwa ein Gott den Ort droben ungestört behalten? Man müßte noch weitere Sagen über den Wartberg suchen | ||
| - | ====== 198. Storch hilft löschen | + | === 198. Storch hilft löschen === |
| Der Storch gilt im Allgemeinen für einen besonders begabten und mit geistiger Kraft ausgerüsteten Vogel. Die Sage steht in der Beschreibung Darmstadts von Zehfuß | Der Storch gilt im Allgemeinen für einen besonders begabten und mit geistiger Kraft ausgerüsteten Vogel. Die Sage steht in der Beschreibung Darmstadts von Zehfuß | ||
| - | ====== 199. Die Zigeunerin | + | === 199. Die Zigeunerin === |
| Dies Volk gilt überhaupt als des Feuers mächtig. So heißt es in Belgien, daß die Zigeuner in. vollen Scheunen Feuer machen daß die Funken umherfahren, | Dies Volk gilt überhaupt als des Feuers mächtig. So heißt es in Belgien, daß die Zigeuner in. vollen Scheunen Feuer machen daß die Funken umherfahren, | ||
| - | ====== 201. Das Opfer der Mümmling | + | === 201. Das Opfer der Mümmling === |
| Das klingt ja fast, wie Prädestination (vgl. 204) der wir sonst meines Wissens nicht begegnen. Die Wassergeister halten sich gern in der Nähe von Brücken auf, von wo vorzugsweise ihre Stimmen sich hören lassen. | Das klingt ja fast, wie Prädestination (vgl. 204) der wir sonst meines Wissens nicht begegnen. Die Wassergeister halten sich gern in der Nähe von Brücken auf, von wo vorzugsweise ihre Stimmen sich hören lassen. | ||
| - | ====== 202. Stimme aus dem Brunnen | + | === 202. Stimme aus dem Brunnen === |
| Der Jude und sein Kind scheinen ein in der Erinnerung des Volks haftender Nachklang an das alte, heidnische Opfer. Jude ist Nichtchrist, | Der Jude und sein Kind scheinen ein in der Erinnerung des Volks haftender Nachklang an das alte, heidnische Opfer. Jude ist Nichtchrist, | ||
| - | ====== 204. Die Lahn hat gerufen | + | === 204. Die Lahn hat gerufen === |
| Von Prof. Weigand in Gießen. Zwischen elf und zwölf, oder gerade, um Mittag erscheinen auch die Nixen badend auf den Wellen. | Von Prof. Weigand in Gießen. Zwischen elf und zwölf, oder gerade, um Mittag erscheinen auch die Nixen badend auf den Wellen. | ||
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| Die Schiffer und Fischerleute bei Cüstrin in der Neumark reden ebenfalls von einem den Oderstrom beherrschenden unbekannten Wesen, das jährlich sein bestimmtes Opfer fordere. Wem nun dieses Schicksal zugedacht sei, für den werde der Wassertod unvermeidlich. Deutsche Sagen I, 79. Der Mensch in unserer Sage ist nicht zu übersehen; wäre es nicht eine bestimmte Person, dann würde es wohl heißen ein Mensch. | Die Schiffer und Fischerleute bei Cüstrin in der Neumark reden ebenfalls von einem den Oderstrom beherrschenden unbekannten Wesen, das jährlich sein bestimmtes Opfer fordere. Wem nun dieses Schicksal zugedacht sei, für den werde der Wassertod unvermeidlich. Deutsche Sagen I, 79. Der Mensch in unserer Sage ist nicht zu übersehen; wäre es nicht eine bestimmte Person, dann würde es wohl heißen ein Mensch. | ||
| - | ====== 205. Regen als Beweis der Unschuld | + | === 205. Regen als Beweis der Unschuld === |
| Prof. Weigand im Friedberger Intelligenzblatt 1847. No. 51 | Prof. Weigand im Friedberger Intelligenzblatt 1847. No. 51 | ||
| - | ====== 206. Der Ehlborn | + | === 206. Der Ehlborn === |
| Prof. Weigand im Friedberger Intelligenzblatt 1847. No. 80. O elung, weil Oel in Hessen wie Ehl lautet | Prof. Weigand im Friedberger Intelligenzblatt 1847. No. 80. O elung, weil Oel in Hessen wie Ehl lautet | ||
| - | ====== 207. Der Nornborn und der Güldenborn bei Dauernheim | + | === 207. Der Nornborn und der Güldenborn bei Dauernheim === |
| Jedenfalls zwei altheilige Brunnen, so wie der Ehlborn | Jedenfalls zwei altheilige Brunnen, so wie der Ehlborn | ||
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| - | 208. St Gangolphs Brunnen | + | === 208. St Gangolphs Brunnen === |
| Schwarz Buchenblätter I p. 80. Dieselbe Sage kommt auch in Belgien vor. Niederl. Sagen No. 355 | Schwarz Buchenblätter I p. 80. Dieselbe Sage kommt auch in Belgien vor. Niederl. Sagen No. 355 | ||
| - | ====== 209. Der Bonifaziusbrunnen bei Horas ====== | + | === 209. Der Bonifaziusbrunnen bei Horas === |
| Schwarz Buchenblätter I, p. 43 | Schwarz Buchenblätter I, p. 43 | ||
| - | ====== 210. Der Siegfriedsbrunnen | + | === 210. Der Siegfriedsbrunnen === |
| Ich gebe diese Sage keineswegs als eine alte, echte, sondern nur als Curiosität, | Ich gebe diese Sage keineswegs als eine alte, echte, sondern nur als Curiosität, | ||
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| Da wir gerade an dem odenwälder Spessart stehn, will ich auf eins aufmerksam machen, was vielleicht zu der Frage gehört. In Kleinheubacher Hexenakten des gräflich erbachischen Archivs zu Michelstadt fand ich unter den Orten, an welchen vorzüglich Hexentänze statt finden, einen genannt, der "am Helmbild im Spessart" | Da wir gerade an dem odenwälder Spessart stehn, will ich auf eins aufmerksam machen, was vielleicht zu der Frage gehört. In Kleinheubacher Hexenakten des gräflich erbachischen Archivs zu Michelstadt fand ich unter den Orten, an welchen vorzüglich Hexentänze statt finden, einen genannt, der "am Helmbild im Spessart" | ||
| - | ====== 211. Kinderbrunnen | + | === 211. Kinderbrunnen === |
| Ein Nachtrag zu No. 17. Herr Pfarrer Oeser in Lindheim (Oberhessen) hat so eben die Güte, mir noch die folgenden schätzbaren Mittheilungen zu machen. In allen Dörfern meiner Umgebung ist der Ort, woher die Kinder kommen, ein Brünnlein. | Ein Nachtrag zu No. 17. Herr Pfarrer Oeser in Lindheim (Oberhessen) hat so eben die Güte, mir noch die folgenden schätzbaren Mittheilungen zu machen. In allen Dörfern meiner Umgebung ist der Ort, woher die Kinder kommen, ein Brünnlein. | ||
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| Sonderbarerweise bittet ein Graf von Assenstein seinen in den Schloßbrunnen gebannten Ahnherrn um Nachkommenschaft. (Pröhle aus dem Harz" p. 93.) Muß das nicht die Ahnfrau heißen? | Sonderbarerweise bittet ein Graf von Assenstein seinen in den Schloßbrunnen gebannten Ahnherrn um Nachkommenschaft. (Pröhle aus dem Harz" p. 93.) Muß das nicht die Ahnfrau heißen? | ||
| - | ====== 213. Des Fremdlings Fluch ====== | + | === 213. Des Fremdlings Fluch === |
| Mitgetheilt durch Herrn Pfarrer Oeser in Lindheim. Vgl. 205. Deutsche Sagen No. 360. Deutsche Märchen und Sagen p. 308. p. 26. | Mitgetheilt durch Herrn Pfarrer Oeser in Lindheim. Vgl. 205. Deutsche Sagen No. 360. Deutsche Märchen und Sagen p. 308. p. 26. | ||
| - | ====== 214. Der Aepfelbaum bei Trebur | + | === 214. Der Aepfelbaum bei Trebur === |
| Joh. Just. Winckelmann Beschreib. von Hessen und Hersfeld | Joh. Just. Winckelmann Beschreib. von Hessen und Hersfeld | ||
| - | ====== 215. Das Bäumchen schütteln ====== | + | === 215. Das Bäumchen schütteln === |
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| + | Vilmar in der Zeitschrift des historischen Vereins von Churhessen IV | ||
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| + | === 217. Das steinerne Bild zu Konradsdorf === | ||
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| + | Von Phil. Dieffenbach. Vgl. auch Archiv für hessische Gesch. und Alterthumskunde V, 2. Heft No. 13 p. 23. Die Sage ist offenbar aus dem Bildwerk entstanden und dies scheint eine rohe Darstellung der Köpfe der unter dem Namen Deae matrae oder mairae auf zahlreichen römischen Votivsteinen vorkommenden Dreizahl göttlicher weiblicher Wesen, welche den Deutschen und Celten gemeinsam gewesen zu sein scheinen. Conradisdorf kommt bereits um 1108 vor. Der Stein ist übrigens, wie ich mich nachträglich überzeuge, nicht im Nonnenhaus, sondern außen an demselben eingemauert. Das Haus selbst ist gleich der Kirche im altchristlichen sogen. romanischen Styl gebaut. | ||
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| + | === 218. Der gefestete Grundstein === | ||
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| + | Schwarz Buchenblätter I, 64. | ||
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| + | === 220. Der Hellerstein === | ||
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| + | (Hellenstein ist Druckfehler.) Joh. Justus Winckelmann Beschreibung von Hessen und Hersfeld p. 39. | ||
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| + | === 221. Der Kirchberg bei Ulfa === | ||
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| + | Von Prof. Dieffenbach. Vgl. 197, 222 und den Nachtrag, so wie Beiträge zur d. Myth. p. 30. | ||
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| + | === 227. Frevel am Heiligsten === | ||
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| + | Aus Hilfertsklingen, | ||
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| + | === 228. Habgier findet ihre Strafe === | ||
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| + | Schwarz Buchenblätter II p. 134. Die Sage streift schon fast an den Schwank. | ||
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| + | === 229. Lollus === | ||
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| + | Die Sage ist Aus dem Exempelbuch von Zachar. Rivander. darum interessant, | ||
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| + | === 231. Die Speise in der Hölle === | ||
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| + | Von Prof. Weigand. Darum nicht unbedeutsam, | ||
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| + | === 232. Der Zigeunerstock === | ||
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| + | Das war überhaupt das Loos der alten Leute so wie der schwächlichen Kinder und unheilbaren Kranken im Alterthum, wie Jacob Grimm durch Zeugnisse aus dem Norden, aus Procop, von den Herulern, ferner von den Wenden, den Altpreußen u. a. nachweist. (Rechtsalterthümer p. 480.) | ||
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| + | === 234. Battenfeld === | ||
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| + | Schriftliche Nachr. des Pfarrers J. G. Bichmann vom Jahr 1720 in Ayrmanns Miscellaneen. (Ms.) | ||
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| + | === 235. Die Doppelehe des Rodensteiners === | ||
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| + | Die alte Geschichte vom Grafen von Gleichen, die aus dem Grabmal entstand und sich bekanntlich auch in Frankreich und Belgien wiederfindet. Ein neuer Beweis wie sehr diejenigen im Irrthum sind, die jene für unzweifelhafte Wahrheit erklären. | ||
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| + | === 236. Die Frauen von der Glauburg === | ||
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| + | Leesner Frankfurter Chronik II, I, p. 174. | ||
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| + | === 237. Die treue Frau === | ||
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| + | Landau hessische Ritterburgen II. 316. Die Erhaltung des Kindes im Bauch frischgeschlachteter Schweine ist mythisch Myth. 361. 362. Eine Reihe anderer Sagen, wie diese und die vorhergehende , worin eine Frau ihren Mann auf dem Rücken trägt und so ihn rettet, lege ich zur Seite. Die Verbreitung der Sage in den Niederlanden habe ich Niederl. Sagen p. 674 besprochen, wo ich allein sieben dortige Varianten von ihr nachwies. Vgl. Grimm Kindermärchen No. 94 | ||
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| + | === 238. Conrad von Tannenberg === | ||
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| + | J. W. Wolf und J. von Hefner, die Burg Tannenberg p. 33. Eine localisirte Version der Sage, welche in dem flämischen Volksbuch vom Ritter Alexander von Metz und seiner Frau Florentina (Grimm d. S. No. 531) und in dem Volkslied vom Grafen von Rom (Uhland alte hoch und niederd. Volksl. p. 784) vorkommt. Sie ist noch heute sehr verbreitet, wie Müllenhoffs Sagen, Märchen und Lieder aus Schleswig - Holstein und Lauenburg beweisen, wo sie p. 586 unter der Ueberschrift von dem König von Spanien und seiner Frau erzählt wird. Ich hörte sie in vorliegender Gestalt zuerst in Jugenheim, am Fuß des Tannenbergs, | ||
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| + | === 239. Die Heeg === | ||
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| + | Vom Herrn Pfr. Erdmann in Gelnhaar. | ||
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| + | === 240. Von der Windeck === | ||
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| + | Aus Hofrath Grimms Vorzeit und Gegenwart des Odenwalds und der Bergstraße | ||
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| + | === 241. Der letzte Schönenberger === | ||
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| + | Aus der Zeitschrift des historischen Vereins für das Churfürstenthum Hessen | ||
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| + | === 242. Der letzte Graf von Bilstein === | ||
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| + | Landau hessische Ritterburgen I, 17. | ||
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| + | === 244. Der Rodensteiner ermordet sein Weib === | ||
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| + | H. Zehfuß, die Herren von Rodenstein p. 47. | ||
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| + | === 246. Die Kapelle zu Eisenbach === | ||
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| + | Vom Herrn Pfarramtscandid. Stock in Darmstadt | ||
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| + | === 247. Ulrichstein und Petershain === | ||
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| + | Von Prof. Dieffenbach in Friedberg. Ebenso die folgende Sage. | ||
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| + | === 250. Der Riedesel Name === | ||
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| + | Von Herrn Stock in Darmstadt, so auch die folgende Sage. Wie man sieht, hat sich diese Sage aus dem Namen und dem Wappen erst gebildet, wovon es zahlreiche Beispiele gibt. | ||
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| + | === 251. Ripsfeld, Herbstein und Lanzenhain === | ||
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| + | (Ripfeld ist Druckfehler.) Ursprünglich war die Sage einfacher, die Anlehnung an die drei Burgennamen ist, wie es scheint, jüngerer Zusatz. | ||
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| + | === 252. Selters. 253. Langwasser und Garen === | ||
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| + | Von Prof. Phil. Dieffenbach in Friedberg. Ueber alle diese Volksetymologieen s. Förstemann' | ||
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| + | === 254. Watzenborn === | ||
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| + | Hier ist schon der Uebergang in den Schwank, die äußerste Grenze der eigentlichen Sage. Watz ist bekanntlich Eber, das männliche Schwein. | ||
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| + | === 255. Die Frau von Einshausen === | ||
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| + | Von Prof. Weigand in Gießen. | ||
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| + | === 257-261. Griesheimer Schwänke === | ||
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| + | Alle gesammelt würden ein ganzes Buch füllen, ich ließ aber die mit den Abderiten, Krähwinkler, | ||
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| + | === 262. Drei Räthsel === | ||
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| + | Von einem Veteranen in Jugenheim. Ich brauche nicht an die schönen Worte zu erinnern, welche Wilh. Wackernagel in Haupts Zeitschrift f. deutsch. Alterth. III, 25 über die Bedeutung der Räthsel schrieb. Unter den dort von ihm mitgetheilten Räthseln und Fragen findet sich nun auch unter 45:,Ein frag. Wie hoch vom himel her ab sey. Antwurt. Das weiss nach got nyemant dann der teüfel der hat es gemessen. vnnd mag nit wider hin auff kommen. " Sie sind einem Büchlein aus dem Anfang des XVII Jahrh. entnommen, aber, was sich von dieser Frage wenigstens nachweisen läßt, jedenfalls von viel höherm Alter. Diese nämlich, der wir auch im ersten der beiden Bäthselstücke begegnet, kennt schon Thomas Cantipratensis (ed. Colvenerii p. 491, II, 53, 5.) und zwar in der Verbindung mit zwei andern Räthselfragen, | ||
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| + | Der Mann verehrte den h. Bartholomaeus besonders und dieser findet sich in Gestalt eines Bettlers vor seiner Thür ein und legt ihm drei Fragen vor. Die erste ist, was dem Menschen zu meist eigen sei. Der Mann sagt, das Lachen, das thue jeder von Natur gern, aber der Böse nennt richtiger die Sünde. Die zweite Frage ist, an welcher Stelle Gott das größte Zeichen gethan, die doch nur einen Schuh " breit sei? Der Mann sagt, am h. Kreuz, der Teufel in des Menschen Haupt. Die dritte Frage ist, wie weit vom Himmel bis zur Erde sei. Der Mann sagt, er wisse es nicht, der Teufel: Wohl aber ich, denn ich bin soweit und tiefer gefallen. Damit verschwindet er. Brand fügt hinzu, man erzähle dasselbe Gleichnis " auch von dem heil. Zwölfboten Andreas | ||
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| + | Die Antwort, welche in No. 1 auf die Frage gegeben wird, wie weit es in den Himmel sei, findet sich gleichfalls 50 (?) in den heißt: | ||
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| + | Wie fern von aim ort\\ | ||
| + | Ant. ain tag raiss. als die sunne\\ | ||
| + | morgens vnnd nider gang des\\ | ||
| + | Bäthseln und Fragen wieder.\\ | ||
| + | der welt an das ander sey.\\ | ||
| + | bezeugt mit irem auffgang des\\ | ||
| + | nachtes. | ||
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| + | An den Abt von Canterbury in Percy" | ||
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| + | === 264. Ritt nach Heidelberg === | ||
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| + | Zacharias Rivander" | ||
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| + | === 265. Geisterheer === | ||
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| + | Rivander erzählt dieß I, 69 nach Jobus Fincelius von einem andern Ort; in dem mir vorliegenden Exemplar des Exempelbuches steht jedoch am Rand der Zusatz eines pastor breubergensis: | ||
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| + | === 266. Drei Jungfrauen === | ||
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| + | Als Hans der Träumer die drei letzten Bäume in der Nähe seines Hauses fällen wollte, fand er unter denselben Morgens drei Jungfrauen sitzen, die mit den zerrinnenden Thautropfen verschwanden und über den Untergang des Waldes klagten. Der Ritter ließ die Bäume stehn und sein Geschlecht blieb in Wohlstand und Reichthum. Pröhle aus dem Harz " p. 93. | ||
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| + | === 270. Schätze und Erscheinungen im Schloß zu Darmstadt === | ||
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| + | Aus urkundlichen Nachrichten im geheimen Kabinetsarchiv zu Darmstadt, deren Mittheilung ich Herrrn Geh. Archivar Baur erdanke. Ich habe nur dieß wenige ausgewählt, | ||
| + | Hauptsächlich bedeutsam ist das kleine Männchen, welches bereits zu zwei Drittel erlöst scheint, denn nur sein Kopf ist noch schwarz. | ||
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| + | === 274. Sage von der Meicheser Todtenkirche und Engelrod | ||
| - | Vilmar | + | Von Prof. Weigand |
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