text:graessepreussen610
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| - | ====== Die drei Becher von Falkenstein ====== | ||
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| - | S. Gottschalck Bd. II. S. 238 etc. | ||
| - | Thüringen und der Harz Bd. III. S. 57 etc. | ||
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| - | Nicht fern von dem Ausflusse der Selke aus dem schönen romantischen Thale, das sie vom bernburgischen Städchen Güntersberge bis zum preußischen, | ||
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| - | Der Burgherr hing mit unerschütterlichem Glauben an der Wahrheit dieser Sage, seine Gemahlin aber spöttelte stets darüber, so oft derselbe auf sie zurückkam, und erklärte, sie werde nur dann dieselbe glauben, wenn ihr selbst ein solches kleines Wesen zu Gesichte gekommen sein würde. Dieser Wunsch sollte jedoch bald in Erfüllung gehen. | ||
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| - | Einst lag sie schlaflos an der Seite ihres in festen Schlummer versunkenen Gemahls in ihrem hohen Schlafzimmer, | ||
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| - | Mit diesen Worten reichte sie ihr zum Abschied die Hand und Anna ging, von Niemandem geleitet, mit ihren drei Bechern durch jene hell erleuchteten Zimmer und den langen Gang nach ihrem Schlafgemach zurück. Kaum hatte sie die Oeffnung in den Dielen passirt, so schloß sich der Fußboden wieder und nichts war mehr von dem Eingang in die Unterwelt zu sehen. Sie weckte hierauf ihren Gatten und theilte ihm das Geschehene mit, zeigte ihm auch die drei Becher, allein wenig erfreut waren Beide über das erhaltene Andenken, an dessen Dasein die Erhaltung und das Gedeihen ihres Stammes geknüpft war und womit ihnen eine Verpflichtung aufgebürdet war, die mit steter Angst und Verantwortung verknüpft war. Für den Unglauben an die Wahrheit der alten Sage fühlte sich die Burgherrin durch die auferlegte Bürde bestraft und die Sorge nagte an ihr, ihre Nachkommen möchten ihr dereinst Schuld geben, daß sie durch ihr frevelhaftes Zweifeln und die leichtsinnige Herausforderung der Zwerge über sie jene Gefahren heraufbeschworen habe, die eben nur durch die sorgsamste Aufbewahrung jener zerbrechlichen Gefäße verhütet werden könnten. So sehr nun auch der bekümmerte Gatte sie aufzurichten und ihr diese Sorge auszureden suchte, umsonst, der Gram verzehrte sie und nach Jahresfrist bettete man sie in die Gruft der Ahnen der Asseburger und Falkensteine. | ||
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| - | Die drei Becher wurden sorgfältig bewahrt, sie erbten sich fort und fort im Geschlechte der Asseburger durch zwei Jahrhunderte hindurch, denn fest hielt man den Glauben an ihre hohe Wichtigkeit und wachte mit ängstlicher Sorgfalt über ihre Erhaltung. Dennoch zertrümmerte einer davon. Es lebte nämlich in Wallhausen in Thüringen' | ||
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| - | Seit dieser Begebenheit bewahrt die Familie Asseburg nur noch zwei jener Schicksalsbecher, | ||
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