text:graessepreussen589
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| - | ====== Die Sagen vom Schlosse Quästenberg ====== | ||
| - | S. Gottschalck, | ||
| - | Hoffmann, Die Burgen des Harzes S. 1 etc. | ||
| - | Otmar S. 121 etc. | ||
| - | Sagen und Geschichten aus der Vorzeit des Harzes S. 108 etc. | ||
| - | Fischer, Geschichte und Beschreibung der Burgvesten der Preuß. Monarchie. Schweidnitz o.J. in 8°. Bd. II. S. 161 etc. | ||
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| - | Unter die bedeutende Anzahl von Ruinen alter Ritterburgen, | ||
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| - | Es wohnten nämlich hier als Burgherren die Herren von Knut (oder Knaut), von diesen hatte einer ein kleines Töchterchen, | ||
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| - | Das Kind hatte sich durch immer schönere Blumen immer tiefer in den Wald locken lassen, war in ein finsteres Thal gekommen, durch das kein Weg führte und endlich zu einer Köhlerhütte. Hier hatte es sich vor der Thüre niedergesetzt und drehte eben mit seinen zarten Fingerchen einen Blumenkranz zusammen, den man damals vermuthlich von den herabhängenden Blumenquasten Quäste hieß. Hier fand es der zurückkehrende Köhler; das Kind, das er nicht kannte und dessen Namen er von demselben auch nicht erfahren konnte, lächelte ihn freundlich wie einen alten Bekannten an und der Köhler küßte es, als wenn es sein eigenes wäre, hob es auf und trug es in seine enge Hütte und pflegte sein. Das kleine Mädchen zeigte jedoch am andern Tage kein Verlangen, zu seinem Vater zurückzukehren, | ||
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| - | Im 30jährigen Kriege stand das Schloß noch und man sagt, daß namentlich aus dem Dorfe Quästenberg sich viele Bauern hinaufflüchteten und dort ihre Habseligkeiten verbargen. Viele von den damals dorthin gebrachten Schätzen sollen aber noch dort liegen und zwar jetzt, nachdem das Schloß selbst verfallen ist, in einem großen Braukessel tief unten in einem unterirdischen Gewölbe, freilich aber von einem Gespenst gehütet. Einst ging einmal des Sonntags ein Einwohner aus Quästenberg auf die Burg, kroch aus langer Weile in den Ruinen herum und kam auch an eine Stelle, wo es tief in die Erde hinabging. Er drängte sich durch das dichte Gestrüpp, ging immer mehr abwärts und kam endlich an einen dunkeln Gang. Die Neugierde ließ ihn weiter gehen und so gewahrte er endlich im Hintergrunde, | ||
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| - | Seit der Zeit ist der schöne Braukessel mit dem vielen Golde nicht wieder gesehen worden, bis er endlich einmal von ein Paar Jesuiten, die davon hörten, aufgesucht und gefunden ward. Ihrem trunkenen Blicke zeigte er sich, voll des glänzendsten Metalls, und schon schickten sie sich an, den Schatz zu heben, als plötzlich der Geist ihnen erschien und sprach: »Nicht Euch sind diese Reichthümer beschieden und nie könnt Ihr sie heben. Das Schicksal bestimmt sie einem Grafen von Stolberg, der zweierlei Augen haben wird. Diesem allein darf ich sie übergeben, aber bis dieser kommt, schützt sie mein mächtiger Arm gegen jeden Angriff. Fort mit Euch!« Voll Angst und Entsetzen flohen die Jesuiten und erzählten den Anwohnern diese seltsame Begebenheit. Noch ist kein Graf von Stolberg mit zweierlei Augen geboren worden, der Schatz also noch vorhanden. | ||
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