text:graessepreussen582
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| - | ====== Die Sage von der Harburg ====== | ||
| - | S. Hoffmann, Die Burgen des Harzes S. 130 etc. | ||
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| - | Etwas südwestlich von dem Schlosse der Grafen zu Stolberg-Wernigerode lag auf einem Berge, dessen Spitze verhältnißmäßig nur einen geringen Raum bietet, die alte Harburg, wahrscheinlich nur aus einem einzigen, großen, geräumigen Thurme bestehend, welchen in sehr frühen Zeiten die Grafen von Wernigerode bewohnten. | ||
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| - | Die Zahl ihrer Hausgenossen und Mannen mehrte sich, sehr lebhaft empfand also Graf Botho den Wunsch, eine größere Burg zu besitzen. Oft sprach er darüber mit Mechtildis, seiner tugendsamen, | ||
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| - | Graf Botho sagte zu sich selbst: »Noch in dieser Nacht thu ich' | ||
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| - | Als er am andern Morgen erwachte und von seinem Lager sich erhoben hatte, öffnete er, wie er zu thun pflegte, das Fensterlein seines Klosets. Wie erschrack er, als er dicht unter sich und rechts und links einen weiten freien Raum erblickte und die Häuser der Stadt so nahe, daß er sie mit einem Steinwurfe erreichen konnte. Sein Erschrecken verwandelte sich jedoch bald in die innigste Freude und in den herzlichsten Dank gegen den mächtigen wohlwollenden Geist, der so schnell seine Bitte erhört. | ||
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| - | Dieser hatte, nachdem der Graf entschlafen war, hinter die Thurmfeste sich begeben und das einzige Wort gesprochen: »Rucke fort!« Leise hatte auf diesen Befehl das ganze gewaltige Gebäude sich in Bewegung gesetzt und von unsichtbaren Händen gehalten dahin sich gestellt, wo ihm der Geist nach dem Wunsche des edlen Grafen seine Stätte angewiesen. Der Letztere rief sogleich seine Hausfrau, daß sie seine Freude theile. Bald bewegte sich nun ein reges thätiges Leben um den Thurm her und allgemach entstand unter den Händen emsiger Werkleute alles das, was der Graf mit seiner Mechtildis besprochen hatte. | ||
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