text:graessepreussen574
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| - | ====== Die Schäferthürme in Quedlinburg ====== | ||
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| - | S. Sagen und Geschichten aus der Vorzeit des Harzes S. 45 etc. | ||
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| - | Einst haben zwei Schäfer zu Quedlinburg, | ||
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| - | »Mein Vater«, unterbrach jetzt der Sohn die Rede desselben, »wo sind unsere Hunde geblieben? Ich sehe sie nicht mehr und wir müssen suchen, sie wieder zu finden.« – »Da drüben, mein Sohn«, sagte der Vater, »sehe ich beide im raschesten Laufe dem Walde zueilen, gewiß hat sie die Spur eines Wildes zum Verfolgen gereizt.« Sie pfiffen laut den Enteilenden nach, allein diese ließen sich nicht mehr zum Umkehren bewegen, zwar drehten sie die Köpfe nach ihren Herren, allein scheinbar mehr in der Absicht, sie aufzufordern, | ||
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| - | Die Hirten traten zu der Stelle, wo sie scharrten, und betrachteten aufmerksam die immer großer werdende Oeffnung in dem Boden, in welchem bald, von der Erde entblößt, eine große eiserne Kiste sichtbar ward. Die Hunde bellten, wie vor Freude über den Fund, hielten einen Augenblick mit ihrer Arbeit inne und sprangen wedelnd an ihren Herren auf. Diese bemühten sich die Kiste herauszuheben und zu öffnen. Sie war schwer, sehr schwer; ihr Inneres barg eine Masse von Gold- und Silbermünzen von uraltem, fremdartigem Gepräge. Ehe sie sich aber noch von ihrer Verwunderung erholen konnten, fingen die Hunde noch einmal an auf derselben Stelle zu kratzen und bald kam eine zweite Kiste zum Vorschein, aus welcher, als die Hirten sie geöffnet hatten, ihnen goldene Becher und Leuchter und andere Geräthschaften von unschätzbarem Werthe entgegenblickten. Erst jetzt waren die Hunde beruhigt und scharrten nicht mehr, sondern liefen vielmehr eiligst zu der verlassenen Heerde zurück, um dort ihren gewohnten Dienst zu verrichten. Die Schäfer aber folgten ihnen langsam, erst die eine, dann die andere Kiste mühsam mit sich forttragend. | ||
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| - | Noch am selbigen Abend begaben sich beide zur Aebtissin des Stiftes St. Servatii zu Quedlinburg, | ||
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| - | Als die Begebenheit bekannt wurde, zogen eine Menge Leute in den Wald hinaus, um die Stelle zu sehen, wo die Schäfer den Schatz gefunden, aber keine Ruinen waren dort zu finden, spurlos waren sie verschwunden, | ||
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