text:graessepreussen531
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| - | ====== Der Hexensabbath auf dem Brocken ====== | ||
| - | Nach Pröhle, Unterharzische Sagen. Aschersleben 1856 in 8. S. 118 etc. | ||
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| - | Ein preußischer Soldat aus Wernigerode kam nach Flandern. Im Quartier wird er gefragt, wo er her sei. Er sagte: »Ich bin am Blocksberge zu Hause.« Da sagte Jemand: Nun im Drübeckschen ist ein Pfeiler, daran steht mein und Deines Bruders Namen. Wir hüteten als Jungen die Schafe und unterhielten uns oft, wie viel Hexen es in unserem Orte wohl geben möchte. Am 12 Mai, von welchem Tage an die Hirten am Harz ins Gebirge treiben und nicht mehr auf den Wiesen hüten dürfen und der der Walpurgistag am Harz ist, machten wir einen Kreis von Drachenschwanz oder Schlangenkraut, | ||
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| - | Ein junger Bursch setzte sich auf den Kreuzweg, um in der Mainacht die Hexen auf den Brocken ziehen zu sehen. Er machte sich aber einen Kranz um Kopf und Leib und hatte sich über und über mit braunem Dust und Baldrian umwunden. Die Hexen kamen auf Enten und Gänsen, schurrten in Mulden, ritten auf Ofengabeln und Mistgrepen, und zuletzt kam die letzte und oberste Hexe, die sagte: »Härrest Du nich braunen Daust un Faldrian, Sau woll ik üwel mit dik de Klange gahn.« | ||
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| - | In der Walpurgis- oder Wolpersnacht stellen die jungen Burschen den Mädchen Besen vor die Thüre und necken sie dann am Morgen mit dem Hexenritt. Man reitet aber auch auf Bäumen und Butterfässern in der Mainacht nach dem Brocken. Die Hexen tanzen dann in der Walpurgisnacht den Schnee auf dem Brocken weg. Sie reiten dahin auf Ziegenböcken und abgenutzten Thieren, auch auf Pferden. Von den Weißdornen, | ||
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| - | Am Walpurgisabend blieb ein Bräutigam so lange bei seiner Braut, daß sie ihm gestehen mußte, sie hätte nun nicht mehr Zeit, weil sie nach dem Brocken fahren müßte. »So will ich auch mit«, sprach der Bräutigam. Da gingen sie mit einander auf den Hof und dort stand schon ein Puterhahn und wartete auf das Mädchen, dies setzte sich recht fest auf und der Bräutigam setzte sich hinter sie. Nicht lange dauerte es, so waren sie auf dem Brocken und es waren so viele Menschen da, daß der Bräutigam sich schier darüber verwunderte, | ||
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| - | Es ist einmal ein Bräutigam gewesen, der hat eine Braut gehabt. Die Braut aber und ihre Mutter waren beide Hexen. Als nun der Tag kam, an welchem die Hexen nach dem Brocken wandern, gingen die beiden Hexen auf den Heuboden, nahmen ein kleines Glas und tranken daraus, da waren sie auf einmal verschwunden. Der Bräutigam, welcher ihnen nachgegangen war, dachte: »Solltest auch einmal aus dem Glase trinken.« Er nahm also das Glas vor den Mund und nippte davon, da war er mit einem Male auf dem Brocken und fror, denn es war kalt. Ein Glas hatte er nicht mitgenommen und mußte deshalb den Rückweg zu Fuß antreten. Nach einer langen und beschwerlichen Reise kam er endlich wieder bei seiner Braut an, aber die war sehr böse und auch die Mutter zankte viel mit dem Bräutigam darüber, daß er aus dem Glase getrunken hatte. Mutter und Tochter kamen endlich überein, den Bräutigam in einen Esel zu verwünschen, | ||
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| - | Diejenige Hexe, so in der Walpurgisnacht sich verspätet hat und zu langsam gekommen ist, muß sich zur Strafe als einen Hackeblock gebrauchen lassen, darauf der Teufel das Fleisch zu den Würsten, die zur Fresserei gebraucht werden, hacken läßt.((S. Behrens, Hercynia curiosa S. 137.)) | ||
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| - | Es giebt noch eine Beschreibung von einem solchen Hexensabbath, | ||
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