text:graessepreussen410
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| - | ====== Die Magdalenenkapelle zu Erfurt ====== | ||
| - | Nach Ziehnert Bd. I. S. 272. etc. | ||
| - | Vor langer Zeit lebte zu Erfurt ein Leinweber, der eine ebenso schöne als fromme Tochter hatte, die, während Andere ihres Gleichen Sonntags spazieren oder zum Tanze gingen, zu Hause saß und spann. Was sie an diesen dem Dienst des Herrn geweihten Tagen aber durch den Fleiß ihrer Hände erübrigte, das legte sie in ein Sparbüchslein und verwendete es lediglich zu Almosen. Natürlich fehlte es ihr dann nicht an Lob und Ruhm von Seiten der armen Leute, denen ihr Fleiß zu Gute kam, und so kam es auch, daß viele den besten Familien der Stadt angehörige Jünglinge das schöne Mädchen zu sehen wünschten, von dem so viel gesprochen ward. Dabei blieb es auch nicht. Viele warben um ihre Hand, allein sie hatte sich einen himmlischen Bräutigam erkoren und hielt es für besser, der Jungfrau Maria ihr Leben zu weihen. Da begab es sich, daß in der Stadt Erfurt eine schwere Theuerung ausbrach und daß Mancher Andere um Brod ansprechen mußte, der früher selbst den Armen gegeben hatte. Der Bettler wurden an jedem Tage mehr und der Leinweber selbst sah seinen eigenen Broderwerb auch geschmälert, | ||
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| - | Unzählig waren die Armen, denen sie durch ihre Gaben das Leben erhielt, unzählig die Kranken, denen durch ihre Hilfe Genesung zu Theil ward. Darum ward auch die Schwelle ihres Vaterhauses nicht leer von Bittenden und in kurzer Zeit galt die Weberstochter in ganz Erfurt für eine halbe Heilige. Als nun die Hungersnoth vorüber war, da ward die Sehnsucht in der Jungfrau immer lebhafter, sich nur dem Dienste der heil. Jungfrau zu weihen. Sie nahm den Schleier in einem Nonnenkloster der Stadt und ward bald ein Vorbild der Frömmigkeit für ihre Schwestern. Nach einiger Zeit beschloß sie aus ihrer unerschöpflichen Tasche selbst ein Kloster zu bauen und so entstand das nach ihr benannte Magdalenenkloster, | ||
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