text:graessepreussen389
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| - | ====== Der Wolfram zu Erfurt ====== | ||
| - | Nach Bechstein, Thüring. Sagenbuch. Wien und Leipzig 1858. Bd. II. S. 314. | ||
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| - | Im Dome zu Erfurt steht mitten im Chore ein Mann in Knabengröße von gegossenem Messing. Er stellt einen Priester vor, der seine Arme ausbreitet. In jeder Hand trägt er einen Leuchter und eine Spitze aus seinem Stecken dient ebenfalls, ein Licht darauf zu stecken. Man nennt ihn gewöhnlich den Wolfram, denn in seinem Gürtel ist der Länge nach folgende Inschrift eingegraben: | ||
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| - | Ein junger Patricier, Namens Wolfram, beging ein großes Verbrechen, das gegen die Kirchenzucht verstieß und sogar nach Rom berichtet ward, wo der Papst folgendes Urtheil über den Sündigen sprach: Es solle Wolfram ein ganzes Jahr lang täglich in jeder Hand einen Leuchter mit brennender Kerze haltend dem Hochaltar gegenüber treten, so lange die Messe daure. Zwar unterzog sich der Patricier dieser harten Buße, allein die Schmach einer täglichen Kirchenstrafe und die Last der Leuchter drückten ihn zu Boden, er wurde so schwach, daß er sich nicht mehr aufrecht erhalten konnte. So wurde er denn seiner Buße entlassen, er mußte aber dies metallene Bild anfertigen lassen und hat dann seine Tage als Mönch in einem strengen Büßerorden beschlossen. | ||
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