text:graessepreussen357
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| - | ====== Der Chiromant Nietzky zu Halle ====== | ||
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| - | S. Reichard, Vermischte Beiträge zur Beförderung einer nähern Einsicht in das Geisterreich, | ||
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| - | In der Mitte des vorigen Jahrhunderts lebte in Halle ein Professor, Namens Adam Nietzky, der als Arzt und Naturforscher, | ||
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| - | Hier endete der Wahrsager, ein bestellter Bedienter rief ihn ab, und der ganz verstummt dastehende Studiosus wurde für diesmal entlassen. Man kann sich leicht vorstellen, daß unser Held durch das jetzt Gehörte in eine nicht geringe Bestürzung gerathen sein wird; anfangs dachte er viele Stunden und Tage darüber nach, ja manche Nacht konnte er deshalb nicht schlafen. Allein er war überhaupt von etwas leichtsinniger Gemüthsart; | ||
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| - | Endlich ward die Stelle des Stadtschreibers in seiner kleinen Vaterstadt vacant. Es fehlte ihm nicht an Gönnern, sein Vater war selbst einer der ältesten Rathsmänner und viele der übrigen Mitglieder des Magistrats waren seine Blutsverwandten. Diese wünschten und bemüheten sich insgesammt, ihm zu dieser Ehrenstelle zu verhelfen, er wurde auch wirklich erwählt und es war nur noch die Bestätigung dazu vom Hofe erforderlich. Einer der damaligen Minister, welcher gerade diesen District zu seinem Departement und also starken Einfluß auf das Wohl und Wehe dieser Stadt hatte, brachte aber seinen Secretär dazu in Vorschlag und dieser mußte ohne Widerrede angenommen werden. T ... hatte sich also abermals in seinen Hoffnungen getäuscht und so war bis jetzt Alles, was ihm Nietzky prophezeit hatte, haarklein eingetroffen. Jetzt verwandelte sich auf einmal der Spott, den er über dieses Orakel ausgesprochen hatte, in Ernst und er schwebte in beständiger Furcht vor einem ihm nahe bevorstehenden unvermeidlichen Tode. Je näher er der letzten Periode seines Lebens kam, desto stärker wuchs seine Besorgniß, seine geschäftige Einbildungskraft wirkte stets auf seinen Körper, jedes Gefühl einer Unverdaulichkeit, | ||
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