text:graessepreussen351
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung | |||
| text:graessepreussen351 [2023/01/04 14:02] – ewusch | text:graessepreussen351 [2024/03/13 20:48] (aktuell) – gelöscht ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | [[text: | ||
| - | ====== Der rothe Thurm, die Hungerquelle, | ||
| - | |||
| - | S.W. Schäfer in der Illustr. Zeitung 1858. I. Halbj. S. 82. | ||
| - | |||
| - | Gewöhnlich sind die sogenannten rothen oder Mantelthürme da vorhanden gewesen, wo Burggrafengerichte waren. Da nun letztere mit Beginn der Landeshoheit verschwanden und viele derselben bereits im 13. und 14. Jahrhundert und theilweise noch früher aufgehoben waren, so verschwanden auch diese rothen Thürme selbst in ihrer ursprünglichen Bedeutung beim Volke. Daß aber der rothe Thurm zu Halle sich nicht nur dem Namen nach so lange erhalten hat, sondern sogar zu einer Zeit, wo überall schon die Burggrafengerichte erloschen waren, neu erbaut worden ist, hatte seinen Grund darin, daß die Landesherren von Halle als Burggrafen zu Magdeburg auf die Gerechtsame des rothen Thurmes hielten und den damit verbundenen Roland ebensowenig fallen ließen. Daher drang auch namentlich der Churfürst Johann Friedrich von Sachsen im Jahre 1647 darauf, daß der Roland wieder neben dem rothen Thurme aufgesetzt werden sollte. | ||
| - | |||
| - | Im Jahre 1506 ward der Bau des rothen Thurms aus lauter Quadersteinen unter Erzbischof Ernst beendigt, nachdem unter dem den Hallensern günstigen Kurfürsten Friedrich I. im Jahre 1418 der Grund gelegt und unter Kurfürst Friedrich II. laut der Inschrift eines Steines der Abendseite: »Anno domini Millesimo CCCCXLVII. locatus est lapis iste«((Dieser Stein hier ist im Jahre 1446 gesetzt worden durch Joh. Rod.)) der Bau im Jahre 1446 bereits bis zum Zifferblatte gediehen und nach einer etwas unterhalb des Daches angebrachten zweiten Inschrift der Mittagsseite: | ||
| - | |||
| - | Noch als eine Merkwürdigkeit dieses den Markt zu Halle wahrhaft zierenden Thurmes ist ein an der Mittagsseite desselben zu Tage ausfließender Brunnenquell, | ||
| - | |||
| - | Als ein verwandtes Wahrzeichen des rothen Thurmes ist das vorhin schon erwähnte Rolandsbild, | ||
| - | |||
| - | Mittlerweile (um 1513) hatte der Roland, dem im Jahre 1503 ein Sturm seine Bedachung zertrümmerte, | ||
| - | |||
| - | Die Statue über dem Eingangsthor auf der dem Burghofe zugekehrten Seite der Moritzburg ist die der heil. Katharina, der Mitpatronin des Erzbisthums Magdeburg, da sich zu den Füßen derselben die Fragmente eines Rades, ihres bekannten Attributs, mit ziemlicher Bestimmtheit erkennen lassen. | ||
| - | |||
| - | // | ||
| - | * // | ||
| - | * // | ||
| - | |||
| - | ---- | ||
| - | {{tag> | ||
text/graessepreussen351.1672837373.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
