text:gau061
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| - | ====== König Watzmann ====== | ||
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| - | Ludwig Bechstein | ||
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| - | Südöstlich von Salzburg streckt, mit ewigem Schnee bedeckt, hoch über sieben niederen Zinken ein Berg zwei riesige Zackenhörner gen Himmel, das ist der über 2700 Meter hohe Watzmann. Von ihm erzählt das umwohnende Volk aus grauer Vorzeit diese Sage: | ||
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| - | Einst in undenklicher Frühzeit lebte und herrschte in diesen Landen ein rauher und wilder König, welcher Watzmann hieß. Er war ein grausamer Wüterich, der schon Blut getrunken hatte aus den Brüsten seiner Mutter. Liebe und menschliches Erbarmen waren ihm fremd, nur die Jagd war seine Lust. Zitternd sah sein Volk ihn durch die Wälder toben mit dem Lärm der Hörner, dem Gebell der Rüden, gefolgt von seinem ebenso rauhen Weibe und seinen Kindern, die zu böser Lust auferzogen wurden. Bei Tag und bei Nacht durchbrauste des Königs wilde Jagd die Gefilde, die Wälder, die Klüfte, verfolgte das scheue Wild und vernichtete die Saat und mit ihr die Hoffnung des Landmanns. Gottes Langmut ließ des Königs schlimmes Tun noch gewähren. | ||
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| - | Eines Tages jagte der König wiederum mit seinem Troß und kam auf eine Waldestrift, | ||
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