text:gau045
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| - | ====== Jan und Griet ====== | ||
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| - | Heinrich Hermann Adolf Fick | ||
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| - | Auf dem alten Markte zu Köln erhebt sich ein schöner Laufbrunnen, | ||
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| - | Nun steht ein rechtes Kölner Kind niemals gern hinten in der letzten Reihe, wenn vorn die Feinde sind, und Jan gerade erst recht konnte keiner von denen genannt werden, die man zu treiben brauchte, wenn es hieß: »Vorwärts!« Pünktlich, brav und gehorsam war er von Natur, und seit Griet ihn verschmäht hatte, war es ihm überdies gleichgültig, | ||
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| - | In der schattigen, kühlen Ecke aber, im Bogen vom Severinstor saß Griet, verkaufte ihre Ware und schaute blöde die Straße hinauf. Und da kamen sie heran, die wuchtigen stolzen Reiter, und der auf dem prächtigen Streitroß ganz vorne mit dem wallenden Federschmuck auf dem breitrandigen Hute, mit dem kühnen, sonnengebräunten Antlitz – das war der Jan! Gerade vor dem Apfel- und Kastanienkram hielt er das reichgeschirrte Tier an, schaute nieder zu dem verhutzelten Weiblein und sprach mit leichtem Lächeln vom Roß herunter: »Ja, ja, Griet, wer's getan hätt' | ||
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| - | Und die alte Griet blinzelte wehmütig hinauf zu dem großen Manne, den sie als junge Griet einst so spröde verschmäht hatte. »Ja, Jan, wer's gewußt hätt' | ||
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