text:gau005
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| - | ====== Die Belagerung von Neueberstein ====== | ||
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| - | Aloys Wilhelm Schreiber | ||
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| - | Im Jahre 1357 geriet Graf Eberhard von Württemberg mit dem Grafen Wolf von Wunnenstein, | ||
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| - | Eberhard klagte die Ebersteiner und ihre Mitverbündeten bei dem Kaiser als Landfriedensbrecher an; dieser ernannte den Grafen von Öttingen als Richter, und der Graf lud die von Eberstein und ihre Helfer vor seinen Richterstuhl, | ||
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| - | Unterdessen zog Graf Eberhard mit Truppen der Reichsstädte vor Neueberstein; | ||
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| - | Unter den Belagerungstruppen des Grafen Eberhard befand sich auch ein Fähnlein aus Heilbronn, welches von einem jungen, in der Reichsstadt angesessenen Edelmanne, Georg vom Stein, angeführt wurde. Der junge Rittersmann hatte längst für die schöne Ida eine heftige Leidenschaft gehegt und auch Gelegenheit gefunden, ihr seine Liebe zu erklären. Ida war gegen ihn nicht gleichgültig; | ||
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| - | »Ihr hier, Herr vom Stein?« sagte sie errötend. | ||
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| - | »Ihr hättet mich wohl nicht hier erwartet,« bemerkte der Ritter. | ||
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| - | »Wenigstens nicht unter unseren Feinden,« erwiderte das Fräulein. | ||
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| - | Der Ritter geriet in die größte Verlegenheit. Er beteuerte, daß er noch immer sein Leben einsetzen werde zur Erhaltung des ihrigen. | ||
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| - | »Das sind eitle Versicherungen, | ||
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| - | »Neueberstein soll nicht gestürmt werden!« rief Georg, »und Ihr, Ida, und Euer Vater sollt nicht in die Hände Eurer Feinde fallen!« | ||
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| - | »Wie wollt Ihr Eurem Worte Kraft geben?« fragte der Wunnensteiner. | ||
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| - | »Wie? Das ist meine Sache,« entgegnete der Anführer, »aber laßt mich die Hoffnung mit mir nehmen, daß, wenn Ihr wieder frei seid, Ida meiner noch in Liebe gedenken wird.« | ||
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| - | »Rechnet auf die Dankbarkeit des Vaters und der Tochter,« erwiderte der Wunnensteiner, | ||
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| - | Bei seiner Zurückkunft ins Lager gab er Graf Eberhard Nachricht von dem Erfolg seiner Sendung. »Die Belagerten, | ||
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| - | Diese Worte wirkten umso stärker auf die reichsstädtischen Führer, je unzufriedener sie schon über den langsamen Gang der Belagerung waren, und da ohnehin schon längst unter vielen ein Mißtrauen gegen den Grafen von Württemberg herrschte. Georg suchte zugleich die Nachricht zu verbreiten, der Pfalzgraf bereite einen Einfall in Schwaben vor. Dies alles hatte denn auch zur Folge, daß eines Morgens sämtliche Anführer des reichsstädtischen Zuzugs in sein Zelt traten und ihm ihren Entschluß erklärten, mit ihren Truppen heimzuziehen, | ||
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