text:die_acht_brunos
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| - | ====== Die acht Brunos ====== | ||
| - | Chr. Spangenberg Quernfurtische Chronik 1590. 4. S. 134-138. | ||
| - | Casp. Schneider Beschreib. von Querfurt S 14 - 16. | ||
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| - | Zu alter Zeit herrschte Graf Gebhard mit seiner Gemahlin auf dem Hause Quernfurt in Sachsen. Diese gebar in Abwesenheit des Grafen neun Kinder auf ein Mal, worüber sie mit ihren Weibern heftig erschrak, und wußten nicht, wie sie den Sachen immermehr thun sollten. Denn weil ihr Herr gar wunderlich war, besorgten sie, er würde schwerlich glauben, daß es mit rechten Dingen zugegangen sey, daß eine Frau auf ein Mal von einem Manne neun Kinder sollte haben können; sonderlich weil er zum oftern Mal beschwerliche Gedanken und Reden von den Weibern gehabt hatte, die zwei oder drei Kinder auf ein Mal zur Welt brachten und niemand ihn überreden mochte, dieselben für ehrlich zu halten. In dieser Furcht wurde die Gräfin mit ihren Weibern eins, dieser jungen Kindlein achte heimlich bei Seite zu schaffen, und nur das neunte und stärkste zu behalten. (Dieses wurde Burkhart genannt und nachmals Großvater Kaiser Lothars.) Eines der Weiber empfing demnach Befehl, die acht Kinder in einem Kessel, darein man sie gelegt, fort zu tragen, im Teich über der Mühle unter dem Schlosse im Kessel mit Steinen zu beschweren, zu versenken und zu ertränken.“ | ||
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| - | Das Weib nahm es auf sich, und trug mit dem frühesten die Kinder aus der Burg. Nun war aber eben damals des Grafen Bruder, der heilig Bruno, mit dem Tage ins Feld gegangen, sein Gebet zu thun. Als er unterm Berge, bei dem schönen Quellbrunnen (hernach Brunsbrunnen genannt) hin und her wandelte, stieß ihm das Weib auf, und eilte stracks ihres Weges dahin, als fürchtete sie sich; im Vorübergehen hörte Bruno die Kindlein im Kessel unter ihrem Mantel winseln. Er wunderte sich und fragte: was sie da trüge? Ob nun gleich das Weib sagte: „junge Wölferlin oder Hündlein" | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 366-369, 1818// | ||
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